Schöneck

Rücklagen sind wieder möglich: Auswirkungen der Pandemie zeigen sich in Schöneck vermutlich erst 2021

Luft Bild vom Buedesheimer Sportplatz (Schöneck)
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Die Gemeinde Schöneck rechnet mit den Auswirkungen der Pandemie erst 2021.

Die Coronakrise trifft die Gemeinde Schöneck hart. Doch die genauen finanziellen Folgen werden womöglich erst im Frühjahr 2021 greifbar sein.

Schöneck – Düstere Prognosen für das Haushaltsjahr 2020 treffen auch die Gemeinde Schöneck hart. Die Corona-Krise wird laut aktuellen Steuerschätzungen ein großes Loch im Bereich Steuern, insbesondere Einkommens- und Gewerbesteuer, reißen. Auch Aufwendungen, um beispielsweise allen Besuchern der öffentlichen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Bürgerhäusern und Veranstaltungen ein gutes, sicheres Gefühl zu geben, steigen tagtäglich.

Die Hoffnungen auf finanziellen Ausgleich durch Bund und Land sind hoch. Die genauen finanziellen Folgen werden womöglich erst im Frühjahr 2021 greifbar sein. Bis dahin wird die Liquidität streng überwacht und Ausgaben durch alle Mitarbeiter der Verwaltung verantwortungsbewusst auf das Notwendigste beschränkt, ohne an der Sicherheit und Hygiene zu sparen. „Die Notwendigkeit aller Ausgaben und Projekte muss genau geprüft werden, denn die Krise fordert uns zu einem sparsamen und wirtschaftlichen Handeln auf, damit wir auch weiterhin handlungsfähig bleiben“, so Bürgermeisterin Conny Rück (SPD).

Ergebnisrechnung für das Haushaltsjahr 2019 falle positiv aus

Durch gute Haushaltsführung und starke Haushaltskonsolidierung in den vergangenen Jahren sei es der Gemeinde Schöneck erneut gelungen, positiv in der Ergebnisrechnung für das Haushaltsjahr 2019 abzuschließen. Der Überschuss von rund 2,6 Millionen Euro zum 31. Dezember 2019 (Vorjahr 2,8 Millionen Euro) könne vollständig der Rücklage zugeführt werden und erhöhe das Eigenkapital auf rund 22,6 Millionen Euro. Altfehlbeträge seien nicht vorhanden.

Cornelia Rück ist Bürgermeisterin von Schöneck.

Der Finanzmittelüberschuss aus laufender Verwaltungstätigkeit beträgt rund zwei Millionen Euro. Hiervon können alle Auszahlungen für die Tilgung von Krediten bewältigt werden. Kredite wurden in Höhe von rund 678 000 Euro aufgenommen. Insgesamt reduzieren sich die Verbindlichkeiten aus Kreditaufnahmen um rund 560 000 Euro.

Bürgermeisterin Cornelia Rück gibt sich erleichtert

Rück gibt sich erleichtert: „Es ist von Vorteil, dass wir mit einem so guten Abschluss in diese herausfordernde Zeit gehen, zumal sich bereits heute abzeichnet, dass wir infolge der Pandemie mit Einnahmeverlusten konfrontiert werden.“

Dabei seien jedoch Investitionen in die Infrastruktur gerade in dieser Zeit wichtig. Die Erweiterung und Ertüchtigung der Gruppenkläranlage, die grundhafte Erneuerung von Kanal und Straße Frauengartenring und Sanierung und Umbau des Sozialbereichs Bauhof sind nur die größten Projekte, die 2019 in Angriff genommen wurden. Für die Feuerwehr Kilianstädten wurde mit Unterstützung des Feuerwehrvereins ein neuer Mannschaftstransportwagen angeschafft.

Der Jahresabschluss wurde bereits dem Amt für Prüfung und Revision des Main-Kinzig-Kreises zur Prüfung weitergeleitet. Nach Abschluss dieser Prüfung wird der Gemeindevertretung der Jahresabschluss mit Prüfbericht zur Beschlussfassung und zur Entlastung des Gemeindevorstandes vorgelegt. fmi

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