Uferstraße in Kilianstädten

Schöneck: CDU und FDP sehen dringenden Handlungsbedarf an der Gefahrenstelle

Kommt mit Passanten ins Gespräch: Thorsten Weitzel (CDU, rechts), Gemeindevertreter und Ortsvorsteher von Kilianstädten, fordert ein Verkehrskonzept für die Uferstraße.
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Kommt mit Passanten ins Gespräch: Thorsten Weitzel (CDU, rechts), Gemeindevertreter und Ortsvorsteher von Kilianstädten, fordert ein Verkehrskonzept für die Uferstraße.

Sowohl die Schönecker CDU als auch die FDP haben sich mit Pressemitteilungen zu der Verkehrssituation in der Uferstraße in Kilianstädten zu Wort gemeldet. Beide sehen dringenden Handlungsbedarf. Die Christdemokraten fordern ein Verkehrskonzept, die Liberalen wünschen sich einen Zebrastreifen. Doch der Termin mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil lässt auf sich warten. Wegen der Corona-Pandemie finden aktuell keine Vor-Ort-Termine statt.

Schöneck - Immer mehr entwickele sich die Kilianstädter Uferstraße zu einem attraktiven Mittelpunkt für die Nahversorgung: Nicht nur der Bahnhof sowie mehrere Einkaufsmärkte und Gewerbebetriebe befinden sich hier, sondern seit Herbst auch eine Arztpraxis und eine Apotheke (unsere Zeitung berichtete), freut sich die Schönecker CDU in einer Mitteilung. Über einen Punkt sorgt sie sich jedoch: Der Verkehr zwischen Büdesheimer Straße und Uferstraße nehme dadurch weiter stark zu. „Wir vermissen derzeit eine klare und durchdachte Struktur für den fließenden und ruhenden Verkehr“, heißt es seitens der CDU.

Verkehr muss intelligent organisiert werden

Vor Ort haben sich Vertreter der Schönecker CDU von der aktuellen Situation überzeugt und sind mit Passanten ins Gespräch gekommen. „Neben einer weiter zunehmenden Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner, wird es für Fußgänger an einigen Stellen immer problematischer, diese Straßen zu queren“, heißt es in einem Antrag der CDU-Fraktion, die nun in einer parlamentarischen Initiative ein schlüssiges Verkehrskonzept fordert, auch vor dem Hintergrund, dass durch Neubaugebiete die Einwohnerzahl weiter steigen wird und durch eine mittelfristige Aufwertung der Niddertalbahn mehr Pendler den hier gelegenen Bahnhof ansteuern werden. Auch seien Kinder und Jugendliche im gesamten Gebiet unterwegs, entweder auf ihrem Schulweg in Richtung Bahnhof oder zur stark frequentierten Skateranlage in der Uferstraße.

„Hohe Lebensqualität bei steigenden Einwohnerzahlen kann nur gesichert werden, wenn das ,Mehr’ an Verkehr intelligent organisiert wird, die Organisation auf gesicherten Annahmen basiert und alle Verkehrsteilnehmer adäquat berücksichtigt werden“, so Gemeindevertreter und Ortsvorsteher Thorsten Weitzel, der unter anderem auch eine erneute Verkehrszählung fordert.

Der Straßenverkehrsbehörde des Main-Kinzig-Kreises müsse die prekäre Verkehrssituation auf dieser Kreisstraße verdeutlicht werden. Maßnahmen der Verkehrsführung, bauliche Veränderungen und Empfehlung beziehungsweise Bitten an die Straßenverkehrsbehörde sollen nach den Vorstellungen der CDU dann zu einer Verbesserung der Verkehrssituation führen.

Termin mit Hessen Mobil lässt auf sich warten

Die FDP teilt mit, dass sie Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) bereits unmittelbar nach der Eröffnung des Fachmarktzentrums Anfang Oktober schriftlich darum gebeten habe, kraft ihres Amtes unter Ausschöpfung sämtlicher rechtlicher Möglichkeiten und unter Einbindung aller zu beteiligenden Behörden und Stellen die Einrichtung eines Zebrastreifens an geeigneter Stelle zu prüfen, der das gefahrlose Überqueren der Uferstraße ermögliche. „Alleine schon aufgrund der unterschiedlichen Zufahrten zu den verschiedenen Märkten, Ladengeschäften und Praxen ist die Verkehrssituation an der Uferstraße unübersichtlich und nicht ungefährlich“, erläutert Fraktionsvorsitzende Anke Pfeil. Dies gelte sowohl für Autofahrer als auch für Fußgänger. Es könne aber insbesondere für ältere Menschen, die vielleicht nicht mehr ganz so gut zu Fuß seien, aber auch für Kinder und Jugendliche, die schnell die Straße überqueren wollten, leicht gefährlich werden. Dabei befinde sich die nächste offizielle und somit gefahrlose Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger in Form einer Ampel am Autohaus Heim und damit etliche hundert Meter entfernt von den Einkaufsmärkten.

„Da die Bürgermeisterin uns auf unser Schreiben hin mitgeteilt hat, dass man auch im Rathaus die Problematik an der Uferstraße sehe und bereits mit Hessen Mobil in der Terminfindung für einen Ortstermin sei, waren wir zunächst guter Hoffnung, dass sich zügig eine verkehrstechnische Lösung für die Gefahrenstelle finden ließe“, erklärt Pfeil. Wiederholte Nachfragen nach dem Sachstand hätten jedoch ergeben, dass der dringend erforderliche Ortstermin seitens Hessen Mobil auch zwei Monate nach dem Schreiben der FDP-Fraktion an die Bürgermeisterin aus coronabedingten Gründen noch nicht realisiert worden sei. „Es kann nicht sein, dass Corona von Hessen Mobil als Begründung dafür angeführt wird, dass dieser dringend erforderliche Ortstermin nicht erfolgt“, moniert Pfeil. fmi

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