Awo-Finanzskandal

Schöneck: Durchsuchung bei Hauptamtlichen in Schöneck - Ortsverband nicht unter Verdacht

Im Zusammenhang mit dem Finanzskandal um die Frankfurter und Wiesbadener Kreisverbände der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat es weitere Durchsuchungen gegeben. Diese hätten am Dienstag in Privatwohnungen von fünf Beschuldigten – unter anderem in Schöneck – stattgefunden, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit.

Die Awo ist seit Monaten in einen Finanzskandal verwickelt.

Frankfurt/Schöneck - Es sei darum gegangen, Geld in Höhe von etwa 2,2 Millionen Euro zu sichern und bei einem Beschuldigten Wertgegenstände zu beschlagnahmen. Beteiligt an der Aktion waren demnach 20 Polizeibeamte, drei Staatsanwälte und drei Gerichtsvollzieher. Der Awo-Ortsverband Schöneck selbst steht nicht unter Verdacht. „Bei uns gab es keine Durchsuchungen. Einer der Hauptamtlichen lebt in Büdesheim. Seine Wohnung wurde wohl durchsucht“, erklärt die Vorsitzende Helga Schlörb auf HA-Nachfrage. Bereits bei den ersten Durchsuchungen im Januar musste sie besorgte Anrufer aufklären. „Wir Ehrenamtlichen sind die Leidtragenden des Skandals“, beklagte sie bereits vor einigen Monaten.

Bei dem Ermittlungskomplex geht es um überhöhte Gehälter und Luxus-Dienstwagen bei der Frankfurter Awo sowie ungerechtfertigte Spenden an den mit Frankfurt personell verflochtenen Kreisverband Wiesbaden. Der Skandal war im vergangenen Jahr öffentlich geworden (unsere Zeitung berichtete). Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere ehemalige Verantwortliche wegen Betrugsverdachts.  fmi/dpa

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