Sondierungen

Schöneck: Keine Einigung zwischen Grünen, SPD und Freien Wählern

Die 22-jährige Laura Merz ist die neue Fraktionsvorsitzende der Grünen in Schöneck.
+
Die 22-jährige Laura Merz ist die neue Fraktionsvorsitzende der Grünen in Schöneck.

Wie die Schönecker Grünen mitteilen, haben ihre Gespräche über eine Zusammenarbeit im neu gewählten Gemeindeparlament mit SPD und FWG keine Früchte getragen.

Schöneck – „Nach mehreren Sondierungsgesprächen zwischen Grünen, SPD und der Freien Wählergemeinschaft mussten die Grünen feststellen, dass insbesondere beim Klimaschutz die Gemeinsamkeiten nicht für eine Koalition oder Kooperation ausreichen“, erklären die Grünen. „Auf der Überschriftenebene konnte man durchaus Einigkeit feststellen, aber im Detail offenbarten sich doch zu viele Dissonanzen; vor allem bei der Professionalität, mit der Klimaschutz betrieben werden soll.“

Die Grünen wollen daher mit der von vier auf sieben Abgeordnete angewachsenen Fraktion im Parlament über konkrete Vorschläge und wechselnde Mehrheiten ihre Anliegen weiter vorantreiben. „Wenn seitens anderer Fraktionen bessere Vorschläge gemacht werden, sind diese herzlich willkommen. Für halbherzigen Klimaschutz fehlt uns aber schlicht die Zeit“, erklären die Fraktionsvorsitzende Laura Merz und ihr Stellvertreter Wolfgang Seifried. Die Wähler hätten die Partei deshalb mit einem starken Mandat versehen.

Forderung nach hauptamtlichem Klimaschutzmanager ohne Erfolg

Wie Merz auf Nachfrage des HA erläuterte, sei die Forderung der Grünen nach einer Stelle für einen hauptamtlichen Klimaschutzmanager in den Gesprächen nicht auf Zustimmung gestoßen. „Wir halten diese Professionalisierung des Klimaschutzes für dringend notwendig“, bekräftigte die 22-jährige neue Fraktionsvorsitzende, die sich und ihre Partei in diesem Punkt auf einer Linie mit den Forderungen der Klima-Bewegung „Fridays for Future“ sieht. Zudem hätten sich die Grünen ein festes Dreierbündnis gewünscht, um ihre Agenda zielführend umsetzen zu können. Doch auch ein solch verbindliches Bündnis sei unter den drei Parteien nicht umsetzbar gewesen.

In Schöneck hatten in der vergangenen Wahlperiode SPD und CDU miteinander kooperiert. Die beiden größten Fraktionen hätten auch jetzt wieder eine Mehrheit von einem Sitz in der Gemeindevertretung. Die Grünen sind hinter der SPD (zehn Sitze) und der CDU (neun Sitze) drittstärkste Fraktion. Sie hatten sich bei der Kommunalwahl von vier auf sieben Sitze verbessert.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare