Kommunalwahl

Schöneck: In jedem Ortsbeirat ist eine andere Partei vorne

Das Rathaus von Schöneck im Main-Kinzig-Kreis im Ortsteil Kilianstädten.
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Das Rathaus von Schöneck im Ortsteil Kilianstädten.

In Schöneck dominiert in den drei Ortsbeiräten jeweils eine andere Partei. In keinem der Gremien gibt es bei den Sitzen eine eindeutige Mehrheit.

Schöneck – In Büdesheim dominiert weiter die WAS mit 30,4 Prozent, gefolgt von der SPD (25,4 Prozent), CDU (23, 7 Prozent) und Grüne (12,7 Prozent). Die FDP geht mit 7,8 Prozent bei der Verteilung der Sitze leer aus. Die WAS muss wegen Stimmverlusten (minus 6,9 Prozentpunkte) einen Sitz an die SPD abgeben. WAS, SPD und CDU haben damit die gleiche Anzahl an Sitzen. Spannend dürfte die Frage werden, welche Fraktion den Ortsvorsteher stellt. In der abgelaufenen Wahlperiode hat Christina Zehner (WAS) die Position bekleidet. Sie würde gerne weitermachen, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt. Allerdings erhielt Andreas Zeller (CDU) die meisten Einzelstimmen aus Büdesheim. Auf Nachfrage des HA erklärt er, dass er die Position selbst nicht anstrebt. Ob man der WAS als Fraktion mit den meisten Prozenten den Vortritt lässt, wollte er aber nicht kommentieren.

Die Zusammensetzung der drei Schönecker Ortsbeiräte

Büdesheim: CDU 2 Sitze, Grüne 1 Sitz, SPD 2 Sitze, WAS 2 Sitze. Gewählt wurden: Andreas Zeller (CDU, 941 Stimmen, Thomas Abraham (CDU, 688 Stimmen), Gerald Diehl (Grüne, 658 Stimmen), Thorsten Mack (SPD, 573 Stimmen), Regina Löhr (SPD, 553 Stimmen), Christina Zehner (WAS, 679 Stimmen), Friedrich schmidt (WAS, 670 Stimmen)

Kilianstädten: CDU 2 Sitze, FDP 1 Sitz, FWG 1 Sitz, Grüne 1 Sitz, SPD 2 Sitze. Gewählt wurden: Thorsten Weitzel (CDU, 1665 Stimmen), Sigrid Wilhelm (CDU, 1073 Stimmen), Karl-Heinz Leipzig (Grüne, 1416), Stefan Haas (SPD, 1180), Hans Peter Loeb (SPD, 928), Daniel Kropp (FDP, 1231 Stimmen), Marcel Schmidt (FWG, 850).

Oberdorfelden: CDU 3 Sitze, Grüne 1 Sitz, SPD 3 Sitze. Gewählt wurden: Sascha Brey (CDU, 819 Stimmen), Reiner Caspar (CDU, 534 Stimmen), Hilmar Müller (CDU, Stimmen), Horst Traub (Grüne, 466 Stimmen), Michaela Knoll (SPD, 559 Stimmen), Luca Schmidt (SPD, 427 Stimmen) und Sina Ditzel (SPD, 375 Stimmen).

In Kilianstädten hat die SPD mit 30,4 Prozent die Nase vorn, gefolgt von CDU (29 Prozent), Grünen (20,4 Prozent), FDP (10,6 Prozent) und FWG (16 Prozent). Allerdings muss die SPD mit leichten Verlusten einen Sitz an die Liberalen abtreten, die bisher nicht im Gremium vertreten war. Daraus ergibt sich bei der Verteilung der Sitze nach der Verhältniswahl eine Patt-Situation zwischen SPD und CDU. Der bisherige Ortsvorsteher Thorsten Weitzel (CDU) würde das Amt gerne fortführen. Dafür brauche es aber Mehrheiten und Gespräche habe es noch nicht gegeben, erklärt er auf Nachfrage.

In Oberdorfelden ist die CDU eindeutiger Wahlgewinner mit 45,6 Prozent. Die SPD verliert leicht mit 34,7 Prozent, die Grünen können ihre Stimmenanzahl fast verdoppeln auf 19,7 Prozent. Die Sitzverteilung bleibt im Vergleich zu 2016 trotzdem unverändert: CDU und SPD haben jeweils drei Sitze inne, die Grünen einen. Der bisherige Ortsvorsteher Klaus Ditzel (CDU) ist nicht mehr für den Ortsbeirat angetreten. Sein Stellvertreter Sascha Brey (CDU) würde das Amt gerne übernehmen. Die Zustimmung in seinem Ort ist groß. Mit 819 hat Sascha Brey die meisten Einzelstimmen geholt. Er selbst hatte vier Sitze für seine Partei angestrebt. „Wir haben ein Wahlprogramm nur für Oberdorfelden auf die Beine gestellt“, sagt er. Doch er betont auch: „Im Ortsbeirat sollte es um Oberdorfelden gehen, Parteizugehörigkeit ist in diesem Gremium zweitrangig.“ Mirjam Fritzsche

Sitzverteilung nach Verhältniswahl

Die Sitzverteilung erfolgt bei den hessischen Kommunalwahlen nach dem „Hare/Niemeyer-Verfahren“. Die zu verteilenden Sitze werden mit der Stimmenzahl jeder Partei multipliziert und durch die Summe aller Stimmen der an der Sitzverteilung teilnehmenden Parteien geteilt. Als Ergebnis dieser Verhältnisrechnung erhält man für jede Partei eine „Kommazahl“. Jede Partei erhält zunächst so viele Sitze, wie ganze Zahlen auf sie entfallen, verbleibende „Reste“, das heißt noch nicht verteilte Sitze, erhalten die Parteien in der Reihenfolge der größten Bruchteile. Die einem Wahlvorschlag zugefallenen Sitze werden den Kandidaten in der Reihenfolge der von ihnen jeweils enthaltenen Personenstimmen zugeteilt; die Reihenfolge aus der Listenaufstellung spielt keine Rolle. fmi

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