Ortsbeirat

Schöneck-Oberdorfelden: CDU-Kandidat Sascha Brey übernimmt Vorsitz von Klaus Ditzel (SPD)

Der neue Ortsbeirat Oberdorfelden: Mit grüner Jacke in der Bildmitte ist der neue Ortsvorsteher Sascha Brey zu sehen. Rechts von ihm steht Michaela Knoll.
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Der neue Ortsbeirat Oberdorfelden: Mit grüner Jacke in der Bildmitte ist der neue Ortsvorsteher Sascha Brey zu sehen. Rechts von ihm steht Michaela Knoll (in voller Bildansicht).

Nach 20 Jahren gibt es einen Wachwechsel an der Spitze des Ortsbeirats Oberdorfelden. Sascha Brey (CDU) löst Klaus Ditzel (SPD) ab, der bei der Kommunalwahl am 14. März nicht mehr für den Ortsbeirat kandidiert hatte.

Schöneck – „25 Jahre, davon 20 Jahre als Ortsvorsteher, das reicht. Jetzt müssen andere ran, vielleicht auch mit anderen Ideen und das Steuer hier im Ortsbeirat Oberdorfelden übernehmen“, räumte der bisherige Ortsvorsteher Klaus Ditzel (SPD) am Montagabend zu Beginn der konstituierenden Ortsbeiratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus Oberdorfelden ein. Er lobte die gute Zusammenarbeit und zwar sowohl im Ortsbeirat selber als auch im Zusammenspiel mit der Gemeinde. „Wir haben im Rathaus stets ein offenes Ohr gefunden und auch Unterstützung, wo es möglich war“, betonte Ditzel.

Vieles habe er mit dem Ortsbeirat zusammen erreichen können. Leider aber nicht alles, denn es gebe noch heute offene Wünsche wie etwa zur Nahversorgung oder der ärztlichen Versorgung im Ortsteil. Doch auch da sei die Politik oftmals machtlos, weil das Verhalten der Endverbraucher auch in solchen Fällen oftmals eine entscheidende Rolle spiele.

Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) dankt Ditzel

Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) dankte Ditzel für die geleistete Arbeit als Ortsvorsteher. „Bei diesem Ehrenamt kommt es nicht auf die Parteizugehörigkeit an, sondern vielmehr auf die Fähigkeit desjenigen, der dieses Amt bekleidet, auf seine Mitbürger zuzugehen und ihnen ein offenes Ohr zu schenken“, so die Bürgermeisterin. Genau dieses habe Ditzel hervorragend umgesetzt. Und auch hinsichtlich der Zusammenarbeit im Ortsbeirat könne sie sich in all den Jahren an keinen Streit erinnern, der nicht am Ende zumindest mit einem Kompromiss abgeschlossen worden wäre.

Diese Übereinstimmung wünsche sie sich auch für den neugewählten Ortsbeirat. Er setzt sich zusammen aus fünf erfahrenen Ortsbeiratsmitgliedern und den zwei Neuen Hilmar Müller (CDU) und Luca Schmidt (SPD). Da Ditzel nicht mehr kandidiert hatte und deshalb ein Wechsel im Amt des Ortsvorstehers unausweichlich war, hatte es im Vorfeld auch in Oberdorfelden Gespräche zwischen den Parteien gegeben. „Doch die waren sehr kurz“, verriet Ditzel, denn der Wähler hatte eine klare Wahl getroffen und dem bisherigen stellvertretenden Ortsvorsteher Sascha Brey (CDU) die meisten Stimmen gegeben. Brey übte dieses Amt in den vergangenen zehn Jahren aus. Da aber SPD und CDU in der Vergangenheit schon gut miteinander harmoniert hatten und auch im Gemeindeparlament wieder Zusammenarbeit vereinbart worden war, wurde Brey für das Amt des Ortsvorstehers vorgeschlagen und auch mit sechs Stimmen bei einer Enthaltung des Betroffenen gewählt.

Das gleiche Ergebnis erzielten anschließend auch Michaela Knoll (SPD) als stellvertretende Ortsvorsteherin und Horst Traub (Grüne) als Schriftführer. Sina Ditzel wurde zur stellvertretenden Schriftführerin gewählt Brey bedankte sich anschließend für seine Wahl zum Ortsvorsteher und versprach, die Arbeit Ditzels fortsetzen zu wollen. Auch nach seinem Verständnis gehe es im Ortsbeirat vorrangig um die Belange des Ortes und seiner Bevölkerung. Und deshalb sei auch die Parteizugehörigkeit in diesem Gremium allenfalls zweitrangig.

Bericht über Glasfaserausbau

Nach der Besetzung der zu vergebenden Ämter stand dann aber sogleich das Alltagsgeschäft wieder im Mittelpunkt. So berichtete die Bürgermeisterin über die beabsichtigte Versorgung der Ortsteile mit Glasfasertechnik. Mit Unterstützung der Gemeinde will die Firma Deutsche GigaNetz den Ort flächendeckend mit einem Glasfasernetz bis in die Haushalte versorgen (wir berichteten). „In Schöneck wollen wir so jedem Bürger in allen Ortsteilen sowie jedem Unternehmen einen zuverlässigen, schnellen und zukunftssicheren Internet-Anschluss ermöglichen“, so Rück. Allerdings hängt der Start noch von einer 40-prozentigen Beteiligung der Haushalte ab.

Weitere Themen waren die ausgefallene 50-Jahr-Feier der Gemeinde, beziehungsweise deren verkleinerte Ersatzveranstaltungen, sowie die neue Ortspolizei.

Der mehr als 100 Jahre alte Lausbaum an der Hohen Straße, bei dem es wegen der Trockenheit in den vergangenen Jahren und wegen Pilzbefalls zu Schäden gekommen war und der aus Sicherheitsgründen eingezäunt werden musste, wurde noch einmal angesprochen. „Die Einzäunung war notwendig zum Schutz der Spaziergänger, aber auch zum Schutz des Baumes“, erläuterte die Bürgermeisterin. Jürgen W. Niehoff

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