Breitbandausbau

Spatenstich für Glasfasernetz in Schöneck

Das Kabel liegt bereit: Vertreter der Deutschen GigaNetz, der Infratech Bau sowie Bürgermeisterin Cornelia Rück und der Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Günther Rauch (Zweiter von links), beim Spatenstich.
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Das Kabel liegt bereit: Vertreter der Deutschen GigaNetz, der Infratech Bau sowie Bürgermeisterin Cornelia Rück und der Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Günther Rauch (Zweiter von links), beim Spatenstich.

Der Donnerstag war der Tag der Rekorde beim Spatenstich für den Breitbandnetzausbau in Kilianstädten. Sowohl die Zeit zwischen erster Kontaktaufnahme bis zum Vertragsabschluss als auch das rasante Erreichen der 40-Prozent-Quote an teilnehmenden Haushalten lobten die Vertreter von Gemeinde und Unternehmen unisono.

Schöneck – Bürgermeisterin Cornelia Rück (SPD) berichtete, dass vom ersten Kontakt mit der Deutschen GigaNetz im Februar bis zur Beschlussfassung im Gemeindevorstand nur wenige Wochen vergangen seien. „Es war beeindruckend, wie schnell das Unternehmen die Akquisition vorgenommen hat und in allen drei Ortsteilen präsent war“, lobte die Rathauschefin. Die Gespräche seien sehr konstruktiv gewesen und das Konzept des Hamburger Unternehmens habe die Verwaltung und den Gemeindevorstand überzeugt. „Corona mit Homeoffice und Homeschooling, aber auch die weltweite Vernetzung von Unternehmen mit großem Datenaustausch haben deutlich gemacht, dass wir ein starkes Netz mit großen Bandbreiten brauchen. Und das liefert uns die Deutsche GigaNetz“, betonte Rück.

„Trotz Pandemie und Schulferien haben wir es in rekordverdächtiger Zeit geschafft, 40 Prozent der Schönecker Haushalte von einem Anschluss an unser Netz zu überzeugen“, freute sich Soeren Wendler, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. Die Vermarktung sei damit aber noch nicht abgeschlossen, weitere Haushalte könnten sich noch kostenlos anschließen lassen, „solange der Bagger noch vor der Haustür steht und der Graben nicht zugeschüttet ist“, stellte Wendler fest. Die Schnelligkeit des Erreichens der Quote in Schöneck stelle nun einen „neuen Benchmark innerhalb unseres Unternehmens dar“, schloss der Geschäftsführer.

Rekordzeit vom ersten Kontakt bis zum Baustart

Dirk Brameier, Geschäftsführer Technik, betonte: „Schöneck hat für Furore gesorgt.“ Er sei zuversichtlich, dass es der ausführenden Firma Infratech Bau gelinge, sehr schnell die Glasfaserkabel zu verlegen, damit die ersten Kunden bereits im Herbst angeschlossen werden könnten. Sukzessive würden parallel zum weiteren Ausbau alle teilnehmenden Haushalte bis Mitte kommenden Jahres mit schnellem Internet versorgt werden, sollte der Winter diesem ambitionierten Zeitplan keinen Strich durch die Rechnung machen. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, versicherte Brameier.

Die ersten Kabel würden bereits an der Hohen Straße mit Anschluss an Server in Frankfurt verlegt, davon habe er sich persönlich vor der Veranstaltung überzeugt. Am 8. September würden in Kilianstädten an der Erich-Simdorn-Halle und Büdesheim in der Wiesenau die beiden Container mit der Übergabetechnik aufgebaut und Straße um Straße die Glasfaserkabel „mittels eines klassischen Verlegesystems“ in die Erde gebracht.

Bürger können noch einsteigen

„Der Engpass Kupferkabel gehört in absehbarer Zeit in Schöneck in den angeschlossenen Haushalten und Betrieben der Vergangenheit an“, kündigte Piero Irrera, Regionalleiter Mitte, an. Mit dem Glasfaserkabel werde die „Infrastruktur der Zukunft“ aufgebaut, mit der Daten in Lichtgeschwindigkeit transferiert werden könnten. Auch er betonte die „hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung“. Irrera verkündete, dass jeden Dienstag von 10 bis 19 Uhr Mitarbeiter im Bürgertreff Kilianstädten über das Projekt informieren, der Infostand im Rewe-Markt ist montags sowie mittwochs bis freitags von 11 bis 19 Uhr, am Samstag von 9 bis 15 Uhr besetzt. Von Thomas Seifert

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