Abstandsregeln werden nicht eingehalten

Kreisschülervertretung sieht erhebliche Probleme bei Corona-Regeleinhaltung in den Schulbussen

Coronavirus - Berlin
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Die Einhaltung der Corona-Regeln in Schulbussen ist laut Kreisschülervertretung ein großes Problem.

„In den letzten Tagen gingen bei uns zahlreiche Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern aus dem Main-Kinzig-Kreis ein“, erklärt Michelle Franzel, Vorsitzende des Kreisschülerrates. Die meisten bemängelten, dass Abstandsregeln im Bus und der Schule nicht eingehalten würden.

Auch die hygienischen Bedingungen in den Schulen seien nicht ausreichend. Was die Hygiene in den Schulen angehe, gebe es aber kein einheitliches Bild. Viele Sanitäranlagen seien in den letzten Jahren zwar saniert worden, allerdings nicht in allen Schulen, so Franzel.

Besonders kritisch sehen die Schüler die Busfahrt zur Schule und nach Hause: Niemand kontrolliert Abstände im Bus, viele nehmen ihre Mund-Nase-Bedeckung während der Fahrt sogar ab, berichtet die Vorsitzende des Kreisschülerrats. Ängste hätten insbesondere Schüler, die zur Risikogruppe gehörten und dennoch in die Schule gingen – aus Angst etwas zu verpassen.

Schüler missachten Regeln teilweise absichtlich

Es gebe auch bei den Schülern eine Zweiteilung zwischen denen, die Corona locker sehen und Regeln absichtlich missachteten, und denjenigen, die besorgt seien, weil Angehörige zur Risikogruppe gehörten. „Uns ärgert es aber, wenn Politiker verkünden, dass alles problemlos verläuft, denn die Realität sieht anders aus“, resümiert Michelle Franzel. Sie spricht sich für die Idee aus, Busfahrten durch Begleitpersonen kontrollieren zu lassen, damit die Regeln eingehalten würden. 

Quelle: Hanauer Anzeiger

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