Überfüllte Busse

Situation soll entspannt werden: Verkehrsgesellschaft schafft mehr Kapazitäten auf Buslinien

Zuwenig Busse und Fahrer: Das Potenzial ist begrenzt.
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Zuwenig Busse und Fahrer: Das Potenzial ist begrenzt.

Main-Kinzig-Kreis – Aufgrund eingegangener Rückmeldungen der Fahrgäste sowie Betriebsbeobachtungen der KVG Main-Kinzig mbH werden einzelne Fahrten der Linien im Main-Kinzig-Kreis mit zusätzlichen Fahrzeugen (eventuell auch Reisebussen) verstärkt.

„In Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs gibt es keine Abstandsregelung, sondern lediglich die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung“, erklärt KVG-Geschäftsführer Rüdiger Krenkel. Dennoch arbeite die KVG an zahlreichen Maßnahmen, um eine Entspannung in den Bussen herbeizuführen. Gleichzeitig betont er in einer Pressemitteilung der KVG, dass „ein kurzfristig anberaumtes Unterrichtsende für eine gesamte Schule oder fehlende Ortsstatistiken die Arbeit seines Teams erheblich erschweren.“

In vielen Fällen könnten Fahrgäste auf frühere oder respektive später abfahrende Busse ausweichen, um das Fahrtziel in einem Fahrzeug mit niedrigerer Kapazitätsauslastung zu erreichen. In Fällen, in denen dies keine Lösung sein würden, wo immer möglich, bis auf Weiteres zusätzliche oder größere Fahrzeuge zur Verstärkung eingesetzt. Hierzu zählen aktuell folgende Linien und Fahrten:

  • MKK-97, Linienerweiterung 11.35 Uhr ab Hans-Elm-Schule Altengronau nach Sterbfritz Mittelpunktschule/Kinzigquelle, seit 17. August
  • MKK-31, Fahrtnummer 31008 von Schöneck und Niederdorfelden zur Hohen Landesschule Hanau, seit 26. August
  • MKK-52, Fahrtnummer 52004 von Oberrodenbach zur Kopernikusschule Freigericht, seit 28. August
  • MKK-80, Fahrtnummer 80006 von Bad Orb zur Henry-Harnischfeger-Schule Bad Soden-Salmünster, seit 31.August
  • MKK-81 zwischen Bad Orb und Wächtersbach auf den Hauptfahrten von der Morgenspitze bis Spätnachmittag, seit 31. August
  • MKK-90, Fahrtnummer 901117 von Niederzell über Hohenzell zur Bergwinkelschule, seit 3. September
  • MKK-72, Fahrtnummer 72003 von Neuenschmidten zur Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach, seit 8. September
  • MKK-73, Fahrtnummer 73003 und 73018, Spielberger Platte von und zur Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach, seit 8. September
  • AB-30 von Freigericht Horbach über Linsengericht zum Busbahnhof Gelnhausen, Ankunft 7.23 Uhr, seit 8. September

Mit den betroffenen Verkehrsunternehmen und Schulen befinde sich die KVG in engem und regelmäßigem Austausch. Aktuell stünden weitere Fahrten unter Beobachtung.

Bei Bedarf seien in Abhängigkeit von den aktuellen Entwicklungen (Homeschooling, Nachmittagsunterricht) sowie im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten weitere Maßnahmen geplant.

Rüdiger Krenkel bittet zu bedenken, dass die Anzahl der Fahrten oder Fahrzeuge im Busverkehr auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht beliebig erhöht werden könne. Weder die zusätzlichen Fahrzeuge noch das hierfür erforderliche Fahrpersonal stehen nach Aussage des KVG-Geschäftsführers in der gewünschten Anzahl zur Verfügung. Auch das Fahrzeug zu tauschen, zum Beispiel einen Gelenkbus statt eines Solobusses einzusetzen, sei aus betrieblichen Gründen nicht immer möglich.

Die KVG appelliert an alle Fahrgäste, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Bussen und an Haltestellen zu befolgen – auch aus Rücksichtnahme und Respekt gegenüber den anderen Fahrgästen und deren Gesundheit. Sicherheitskräfte werden den Angaben zufolge die Einhaltung der Maskenpflicht in Bussen und an Haltestellen stichprobenartig kontrollieren und die Fahrgäste zum Tragen der Maske auffordern.

„Unsere Fahrgäste werden gebeten, ihre Anregungen, Lob oder Kritik direkt über das Formular des Serviceportals des Rhein-Main-Verkehrsverbundes unter www.rmv.de, über die Internetseite der KVG anliegen.kvg-main-kinzig.de oder per E-Mail an kundenanliegen@kvg-main-kinzig.de mitzuteilen“, so die KVG in ihrer Pressemitteilung.  how

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