Corona

Verschärfte Corona-Maßnahmen: Diese sechs Kommunen müssen mit erneuten starken Einschnitten rechnen

Gemeinsame Pressekonferenz: Die neuen Corona-Maßnahmen wurden am Montag von Kreis und Stadt präsentiert.
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Gemeinsame Pressekonferenz: Die neuen Corona-Maßnahmen wurden am Montag von Kreis und Stadt präsentiert.

Am Montag (24. August) hat der Main-Kinzig-Kreis für die Kommunen Hanau, Neuberg, Maintal, Erlensee, Bruchköbel und Nidderau neue Corona-Maßnahmen beschlossen

Main-Kinzig-Kreis – Angesichts eines deutlich intensiveren Infektionsgeschehens mit Corona in und um Hanau wurden nun umfangreiche Gegenmaßnahmen beschlossen, die für die kommenden vier Wochen gelten sollen. Dabei machte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky deutlich: „Wir sitzen hier nicht in Panik, aber in tiefer Sorge!“

Die am Montag verkündeten Maßnahmen sollen, so Landrat Thorsten Stolz (SPD) einführend bei der Pressekonferenz, vor allem drei wichtige Ziele erfüllen: Zum einen soll die weitere Verbreitung des Coronavirus verhindert werden. Außerdem wolle man einen weiteren lokalen beziehungsweise regionalen Lockdown verhindern. Als drittes Ziel nannte Stolz, dass man den Menschen die Pandemie wieder ins Bewusstsein rufen sollte. Die Maßnahmen sollten quasi wie ein Warnschuss für die Bevölkerung sein.

Main-Kinzig-Kreis: Neben Hanau sind auch andere Kommunen von den Corona-Maßnahmen betroffen

Betroffen von den Maßnahmen sind insgesamt sechs Kommunen, die alle beim maßgeblichen Inzidenzwert der vergangenen sieben Tage die Schwelle von 20 überschritten haben. Das bedeutet, dass sie 20 oder mehr Corona-Neuinfektionen pro Tag auf 100 000 Einwohner gerechnet haben. Die sechs Kommunen sind Hanau, Maintal, Bruchköbel, Nidderau, Neuberg und Erlensee.

Ausgelöst worden sei dieses dynamische Infektionsgeschehen vor allem durch Reiserückkehrer, aber auch verstärkte Achtlosigkeit bei privaten Feiern.

Auf dieser Übersicht sieht man die wichtigsten Maßnahmen auf einen Blick.

Daher wurden diese in den betroffenen Kommunen auch sichtlich eingeschränkt. Diese Einschränkungen betreffen das gemeinschaftliche Zusammenkommen, Sport, Veranstaltungen sowie öffentliche Einrichtungen. So werden Veranstaltungen, sofern sie unter freiem Himmel stattfinden, auf 100 Personen begrenzt. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen legte der Main-Kinzig-Kreis die Obergrenze auf 50 Personen fest. Mit dieser Eingrenzung steht auch hinter den kommenden Veranstaltungen im Amphitheater ein großes Fragezeichen. Auch private Zusammenkünfte, die laut den Verantwortlichen zu den Hauptgründen des dynamischen Infektionsgeschehens gehören, wurden stark reguliert: Bei Treffen in der Öffentlichkeit und Restaurants heißt es: maximal fünf Personen oder zwei Haushalte. Grillen oder Picknicken ist grundsätzlich verboten. Im privaten Umfeld oder bei Vereinsveranstaltungen dürfen sich maximal 20 Personen gemeinsam treffen.

Gastronomie im Main-Kinzig-Kreis bekommt eine Sperrsfrist

Auch die Gastronomie ist von den Maßnahmen betroffen: Neben der Maskenpflicht bei Betreten und Verlassen des Restaurants herrscht zudem eine Sperrfrist für die Zeit zwischen 24 und 8 Uhr.

In Bezug wurde eine präventive Maskenpflicht (auch im Unterricht) ausgesprochen. Der praktische Sportunterricht entfällt vollends. Der Sportbetrieb, auch während des Trainings, darf nur noch kontaktfrei bei einem Mindestabstand von 1,5 Metern erfolgen. Eine Personenobergrenze wurde vom Kreis bei zehn Personen festgelegt. Der Wettkampfsportbetrieb hingegen soll in den betroffenen Städten und Gemeinden komplett ausgesetzt werden. Das bedeutet, dass Vereine aus diesen Kommunen nicht an Wettkämpfen teilnehmen dürfen.

Zum Abschluss appellierte Kaminsky ausdrücklich an die Bürger, aufeinander Rücksicht zu nehmen sowie eine Maske zu tragen und kündigte verstärkte Kontrollen an: „Wir haben sehr früh in der Mannschaft ‘FC Vorsicht’ gespielt und müssen das wegen der drastisch gestiegenen Zahl von Neuinfektionen nun erst recht tun.“

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