Trinkwasser

Trinkwasser im Main-Kinzig-Kreis ist nicht mehr verunreinigt: Das müssen Sie jetzt tun

In Maintal ist der Wasserverbrauch gestiegen.
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In manchen Kommunen sollte das Trinkwasser nun abgekocht werden.

Die mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers im Main-Kinzig-Kreis ist beendet. Das müssen Sie nun tun.

Update 24. August 202, 14:29 Uhr: Wie der Main-Kinzig-Kreis am Montag mitteilte, müssen die Bewohner im Versorgungsgebiet Langenselbold in Neuberg-Ravolzhausen sowie in Erlensee-Langendiebach ihr Trinkwasser nicht mehr abkochen.

„Nachdem die im Verlauf der letzten Woche genommenen Trinkwasserproben im Ortsnetz nun in der Analyse die Keimfreiheit bestätigt haben und eine ausreichende Desinfektion mittels Chlor vorgenommen wurde, wird das Abkochgebot in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises ab sofort wieder komplett aufgehoben“, heißt es in der Mitteilung.

Main-Kinzig-Kreis: Wasser in den Hausinstallationen sollte ausgetauscht werden

Die Kreiswerke des Main-Kinzig-Kreises empfehlen vor er ersten Nutzung die Hausinstallation noch einmal gut durchzuspülen,  also das Wasser an allen Bezugsquellen im Haushalt ablaufen zu lassen . So könne eventuell in den Leitung stehendes Wasser ausgetauscht werden. Anschließend sei das Wasser wieder bedenkenlos zu nutzen.

„Die seit dem heutigen Montag vorliegenden Auswertungen der Wasseranalysen aus dem Ortsnetz haben bestätigt, dass das Wasser keim- und bakterienfrei ist. Zudem haben die Kreiswerke durch die kontinuierliche Desinfektion des Trinkwassers in Kombination mit Ortsnetzspülungen (Austausch des Wasserinhalts im Leitungsnetz) den Nachweis von freiem Chlor erhalten, was als Indikator dafür gilt, dass im Trinkwassernetz keine mikrobiologischen Belastungen mehr vorhanden sind", schreiben die Kreiswerke in ihrer Mitteilung.

Update 21. August 2020, 11:47 Uhr: Wie die Kreiswerke Main-Kinzig am Freitag (21. August 2020) mitteilten, bleibt das Abkochgebot im Main-Kinzig-Kreis bestehen. „Die Chlorung wird zur Sicherheit zunächst bis Anfang der kommenden Woche fortgesetzt, damit sich die desinfizierende Wirkung im gesamten Ortsnetz verteilen kann“, heißt es in der Mitteilung.

Ursache für Verunreinigung des Trinkwassers im Main-Kinzig-Kreis gefunden

Die Ursache für die Verunreinigung sei mittlerweile lokalisiert und außer Betrieb genommen worden. „Sehr wahrscheinlich war der Eintritt von Oberflächenwasser in einen Brunnen die Ursache. Dies führte zu einem erhöhten mikrobiologischen Befund über den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung (TrinkwV).", erklären die Kreiswerke des Main-Kinzig-Kreis.

Betroffen sind die Haushalte im Bereich Langenselbold, in Neuberg-Ravolzhausen sowie in Erlensee-Langendiebach.

Erstmeldung 19. August 2020, 15:14 Uhr: Main-Kinzig-Kreis - Aufgrund einer mikrobiologischen Verunreinigung muss seit Mittwoch (19. August 2020) in Teilen des Main-Kinzig-Kreises das Trinkwasser mit Chlor desinfiziert werden. Dies teilten die Kreiswerke des Main-Kinzig-Kreises mit. Aus diesem Grund müsse das Trinkwasser vor der Nutzung erst abgekocht werden.

Betroffen sei das Wasserversorgungsgebiet Langenselbold, inklusive den Ortschaften Neuberg-Ravolzhausen und Erlensee-Langendiebach.

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises gibt Tipps zur Nutzung des Trinkwassers

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises empfehle, zur Zubereitung von Speisen oder Getränken sowie zum Zähneputzen nur abgekochtes Wasser zu verwenden. Die desinfizierende Wirkung des Chlors würde erst in ein bis zwei Tagen einsetzen, wie es in der Mittelinung hieß. Wenn das Trinkasser wieder bedenkenlos konsumiert werden könne, würden die Kreiswerke des Main-Kinzig-Kreises eine entsprechende Meldung publizieren.

Personen mit einer Chlorallergie und Säuglinge mit Flaschennahrung sollten bis zur Entwarnung auf abgepacktes Wasser ausweichen. Für Aquarien sei das gechlorte Wasser nicht geeignet. Die Nutzung des Wassers zur Toilettenspülung, Hände- oder Wäschewaschen, Baden und Geschirrspülten sei laut Mitteilung jedoch unbedenklich.

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