160 Sammelstellen

Weihnachtspäckchenaktion der Stiftung Kinderzukunft für bedürftige Kinder und Jugendliche startet

Kinder erhalten ihr Weihnachtsgeschenk im Kinderdorf der Stiftung in Bosnien und Herzegowina.
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Kinder erhalten ihr Weihnachtsgeschenk im Kinderdorf der Stiftung in Bosnien und Herzegowina.

Die Weihnachtspäckchenaktion der Stiftung Kinderzukunft läuft wieder an. Wie auch in den vergangenen Jahren ruft die Stiftung wieder dazu auf, bedürftigen Kindern eine Freude zu bereiten.

Main-Kinzig-Kreis - Die Stiftung sorgt dafür, dass die Päckchen aus Deutschland ihren Weg zu notleidenden Kindern finden. Acht Lkw treten in den ersten zwei Dezemberwochen die Reise in die Zielländer an. Dort werden sie von Mitarbeitern, freiwilligen Helfern und Organisationen in der Ukraine, Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien an bedürftige Kinder in Waisenhäusern, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Elendsvierteln verteilt.

Niedriger Lebensstandard und hohe Arbeitslosigkeit in Osteuropa

„Der niedrige Lebensstandard und die hohe Arbeitslosigkeit in Rumänien, der Ukraine sowie Bosnien und Herzegowina wirkt sich oft tragisch auf Familien aus. Am schlimmsten trifft es die Kinder“, teilt die Stiftung mit. „Oft reicht das Haushaltseinkommen gerade mal für Essen.“

Viele Eltern würden aus diesem Grund im Ausland arbeiten und die Großeltern würden sich an ihrer Stelle um den Nachwuchs kümmern. Weihnachtsgeschenke für die Kinder in diesen Familien, denen es sowieso an den grundlegenden Dingen fehlt, sind deshalb die Ausnahme.“

Geschenke für Kinder in Waisenhäusern und Behindertenheimen

Darüber hinaus beschenkt die Stiftung Kinder in Waisenhäusern und Behindertenheimen. „Die Gelder in solchen Einrichtungen sind knapp und die Verantwortlichen auf private Spenden angewiesen“, wird Benita Sensen, Projektleiterin der Stiftung Kinderzukunft, zitiert. „Die Weihnachtspäckchen-aktion beschert diesen Kindern einen unvergleichlichen Glücksmoment,von dem sie lange zehren.“

Kindergärten und Schulen beteiligen sich genauso wie Gemeinden, Vereine und Unternehmen und Privatpersonen. Jeder kann sich in beliebigem Umfang mitmachen: Die einen packen Päckchen mit Süßigkeiten und Gebäck, Spielsachen, neuer Kleidung, Hygieneartikeln oder Schreib-, Mal- und Bastelutensilien und verpacken sie mit Weihnachtspapier. Andere rufen in ihren Unternehmen zum Mitmachen auf. „Die einfachste Unterstützung“, so Sensen, „ist das Teilen der Social-Media-Beiträge der Stiftung auf Facebook, LinkedIn oder Instagram“.

160 Sammelstellen sind bis Ende November geöffnet

Die Zahl der Sammelstellen, an denen die Päckchen abgegeben werden können, wachse täglich, weil immer noch Anmeldungen bei der Stiftung eingehen würden. „Es sind bereits jetzt mehr als im letzten Jahr“, freut sich Sensen. Bis Donnerstag, 26. November, sind die meisten Türen der mehr als 160 Sammelstellen geöffnet.

Einige davon befinden sich auch im Main-Kinzig-Kreis, etwa in Hanau bei der Velozeit GmbH (Nordstraße 86), bei der Techniker Krankenkasse (Kurt-Blaum-Platz 2), bei Ingrid Hohmann-Sippel (Marköbeler Straße 30) oder in der Friedrich-Ebert-Schule (Schillerstraße 4). Auch in Bruchköbel, Langenselbold, Rodenbach, Großkrotzenburg, Gründau, Gelnhausen, Linsengericht und Bad Orb können Weihnachtspäckchen abgegeben werden. Die Abgabezeiten variieren und sind auf der Website der Stiftung zusammen mit den Adressen zu finden.

Eine freiwillige Spende in Höhe von drei Euro pro Päckchen deckt einen Teil der Kosten für Zwischenlagerung, Verpackung, Treibstoff, Maut, Versicherungen und vieles mehr. Diese freiwillige Beteiligung wird von den Sammelstellen eingesammelt und an die Stiftung überwiesen oder im Rhein-Main-Gebiet den ehrenamtlichen Fahrern übergeben.  jj

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