Corona-Pandemie

Weitere Corona-Fälle an drei Schulen: Homeschooling an der Otto-Hahn-Schule in Hanau

Zahlreiche Jahrgänge der Hanauer Otto-Hahn-Schule wurden ins Homeschooling geschickt.
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Zahlreiche Jahrgänge der Hanauer Otto-Hahn-Schule wurden ins Homeschooling geschickt.

In drei Schulen im Main-Kinzig-Kreis wurden am Donnerstag (27. August 2020) neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zahlreiche Schüler und Lehrer sind nun in häuslicher Isolierung.

Main-Kinzig-Kreis – An der Otto-Hahn-Schule ist ein weiterer Fall hinzugekommen. Daraufhin hat die Schulleitung für vier Gymnasialklassenstufen, die Jahrgangsstufe elf sowie den kompletten Haupt- und Realschulbereich Distanzunterricht (Unterricht von zu Hause) angeordnet. Bereits am Mittwoch war ein Geschwisterpaar positiv auf das Virus getestet worden.

Auch an der Erich-Simdorn-Schule in Neuberg gibt es einen bestätigten Corona-Fall. Noch Donnerstagmorgen wurde eine komplette zweite Klasse in Quarantäne geschickt. Die Kinder seien umgehend von ihren Eltern abgeholt worden, erklärte Neubergs Bürgermeisterin Iris Schröder (SPD) auf Nachfrage. An der Hanauer Ludwig-Geißler-Schule gibt es ebenfalls einen laborbestätigten Fall.

Main-Kinzig-Kreis: An der Otto-Hahn-Schule in Hanau wurde der Präsenzunterricht ausgesetzt

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben laut Mitteilung des Main-Kinzig-Kreises in den betroffenen Schulen sofort begonnen, die Kontaktdaten zu ermitteln und die Informationsketten in Gang zu setzen. „Es wurden zudem weitere Untersuchungen (Abstriche) eingeleitet sowie Absonderungsmaßnahmen koordiniert“, heißt es. Bisher hätten Ansteckungen innerhalb der Schulen auch aufgrund der umfangreichen Schutzbestimmungen ausgeschlossen werden können. Vorsichtshalber werden an der Otto-Hahn-Schule (OHS) nun weitere Quarantänemaßnahmen getroffen. Nicht zuletzt weil aufgrund der Vielzahl von Lehrern, die sich ebenfalls in häusliche Quarantäne begeben mussten, ein Präsenzunterricht nicht mehr aufrecht zu erhalten sei, so die stellvertretende Schulleiterin Angela Kirchhoff im Interview mit unserer Zeitung. Für die Jahrgangsstufen fünf und sechs der Haupt- und Realschule hat die OHS eine Notbetreuung in Containerräumen eingerichtet.

Insgesamt meldete das Gesundheitsamt des Kreises gestern sieben Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die neuen Fälle kommen aus Neuberg (3), Bruchköbel, Langenselbold, Freigericht und Hanau. Nach Information des Gesundheitsamtes handelt es sich dabei aber überwiegend um „erwartete Übertragungen“ innerhalb der Familie.

Inzidenzwert in Hanau sank am Donnerstag auf 50,9

Für den Inzidenzwert der Stadt Hanau bedeuten die neuesten Meldungen vom Donnerstag (27. August 20202) eine erneute Senkung auf jetzt 50,9. Der Wert für den Main-Kinzig-Kreis liegt aktuell bei 21,7, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler verweist demnach jedoch darauf, dass diese Zahlen immer nur eine kurze Momentaufnahme darstellen könnten.

„Die Situation bleibt insgesamt kritisch und es ist weiterhin erhöhte Vorsicht geboten, um die Lage nicht leichtfertig zu eskalieren.“ Sollte in den kommenden Tagen eine deutliche Entspannung eintreten, werde das Infektionsrisiko dann wieder neu bewertet.

Ein Zeichen zur Orientierung in der Corona-Pandemie gab unterdessen auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD): „Maßgeblich ist, dass wir sieben Tage am Stück die Schwelle von 35 Neuinfektionen unterschreiten – dann bin ich bereit, über Lockerungen nachzudenken“, heißt es in einer Mitteilung. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner war in Hanau wie berichtet innerhalb weniger Tage auf den Höchststand 70 geschnellt.  ccc

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