Autobahn-Auffahrt Mainhausen

„Erhöhtes Unfallrisiko belegt“

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Gelegentlich problematische Autobahn-Auffahrt bei Mainhausen: Ein Kreisel und ein P+M-Platz sollen die Situation entschärfen.

Mainhausen - Die Neustrukturierung der A45-Autobahn-Anschlussstelle Mainhausen gewinnt Konturen. Ein Kreisel sowie ein Park- und Mitnahmeplatz sollen für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Von Michael Hofmann

Die entsprechenden Planunterlagen hat Hessen Mobil inzwischen der Gemeinde Mainhausen zugeschickt. „Darauf haben wir schon lange gewartet“, so Verwaltungschefin Ruth Disser, die auf die seit mehreren Jahren laufenden Gespräche zur bisweilen durchaus problematischen Situation rund um die Autobahnauffahrt an der Landesstraße L 2310 in Richtung Stockstadt verweist. Dabei geht es vor allem um das Wild-Parken am Straßenrand, die Staus an der Autobahnausfahrt und die teilweise waghalsigen Wendemanöver. „Das erhöhte Unfallrisiko in diesem Bereich ist eindeutig belegt“, sagt Bürgermeisterin Ruth Disser. Nach ihrer Auffassung muss an dieser Stelle dringend etwas geschehen, „aber nicht zu jeder Bedingung“.

Im Zuge der Initiative „Staufreies Hessen“ untersuchten Experten die Lage an der L  2310 und prüften die Möglichkeiten zur Schaffung eines Park- und Mitnahmeplatzes (P+M-Platz). Ergebnis: P+M-Platz und ein Kreisverkehr könnten die Probleme durchaus entschärfen. Die Bauherren und Kostenträger dieser Maßnahme sind der Bund und das Land Hessen. „Das Planungspaket umfasst auch eine Verwaltungsvereinbarung, die die Unterhaltung des P+M-Platzes durch die Gemeinde gegen einen Ablösebetrag von rund 65 000 Euro vorsieht.“ Auf Initiative der Mainhausener Verwaltungschefin stellte Hessen Mobil das Gesamtpaket den Gemeindevertretern kürzlich in der ersten Ausschusssitzung des Jahres vor. Dabei sagte der Hessen-Mobil-Experte, die Schaffung von P+M-Plätzen sei ein Ziel des Landes und der geplante Kreisverkehr an der Autobahnanschlussstelle Sache des Bundes. Eine klare gesetzliche Regelung für die Parksituation und damit für den P+M-Platz gebe es nicht.

Für Ruth Disser eine besonders wichtige Aussage. Denn jetzt lässt sie prüfen, ob die Ablösesumme die tatsächlich anfallenden Unterhaltungsaufgaben deckt und ob die Aufgabe auch vom gemeindlichen Bauhof erfüllt werden kann, denn dieser Abschnitt der L 2310 liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde. „Ich begrüße diese Planung ausdrücklich“, stellt Bürgermeisterin Ruth Disser klar. „Wer die Strecke öfter nutzt, weiß, wie problematisch es zu manchen Uhrzeiten ist. Bei dem einen oder anderen Wendemanöver stehen einem die Haare zu Berge.“ Allerdings könne bereits jetzt festgestellt werden, „dass der Seitenstreifen hauptsächlich zum Abstellen von Fahrzeugen mit den Kennzeichen AB und MIL genutzt wird.“

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