Wohneinheiten am Königssee

Idyllisch wohnen am See

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Blick aus der Vogelperspektive auf den Zellhausener Königssee : Die geplante Bebauung betrifft den Uferbereich am rechten Bildrand, der sich in Privatbesitz befindet. Wie die Anordnung der Häuser am Uferstreifen einmal aussehen könnte, das zeigt die Planskizze.

Mainhausen - Ein „Filetstück“ in Mainhausens Ortsteil Zellhausen wird wohl demnächst bebaut: Direkt am Königssee sollen 85 Wohneinheiten entstehen - Leben am See. „Es handelt sich bislang nur um eine grobe Planung“, gibt sich Bürgermeisterin Ruth Disser betont zurückhaltend. Von Thomas Hanel

Sie will die politischen Gremien jedoch frühzeitig einbinden. Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Mainhausen wurden inzwischen informiert. Die Kommunalpolitiker müssen jedoch nur den Rahmen vorgeben. Das 3,5 Hektar große Grundstück, das sich in Privatbesitz befindet, liegt gegenüber der Käthe-Paulus-Schule. Früher befand sich dort eine Kiesgrube.

Nun sollen auf diesem Areal 85 Wohneinheiten entstehen. Sven-Erik Neitzel von der Gruppe „Whn-Architekten“ sagte dazu, dass die Gründung einer Projektgesellschaft, der Seligenstädter Wurzel-Gruppe als Investor sowie eines Seligenstädter Immobilien-Unternehmens, beabsichtigt sei. Zuvor muss jedoch noch der endgültige Kaufvertrag unterschrieben werden: Das Grundstück gehört einer Ebengemeinschaft.

Einfamilienhäuser am Uferstreifen

Nach den ersten Planungen sollen unmittelbar am Seeufer mehrere Einfamilienhäuser entstehen, ein zehn Meter breiter Uferstreifen soll unbebaut bleibt. Dahinter sieht der heutige Plan Reihenhäuser und zur Landesstraße L 2310 hin Mehrfamilienhäuser mit drei bis sieben Wohneinheiten vor. Die Häuser sind aufgrund der Nähe zum Wasser nicht unterkellert.

Die Grundstücke sollen großzügig bemessen sein, es soll aber auch bezahlbarer Wohnraum für Familien geschaffen werden. Ein Wall wird das Wohngebiet zur Landesstraße hin abgrenzen. Clou daran: In den Wall werden die Garagen integriert. Die Verkehrserschließung soll nach den Vorstellungen der Planer über die ehemalige Kiesgruben-Werkseinfahrt schräg gegenüber der Käthe-Paulus-Grundschule her erfolgen. Dort, so die Idee, soll auch der Öffentlichkeit ein Zugang zum See ermöglicht werden. Bislang war das Privatgelände verschlossen. Denkbar ist zudem eine öffentliche Grünfläche am See.

Das bedeuten Immobilien-Codes

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

„Der nächste Schritt in dieser Planung ist die formelle Befassung der Gemeindegremien mit der Aufstellung eines möglichen Bebauungsplanes“, sagt Bürgermeisterin Ruth Disser. Zur Umwandlung des Geländes sei dies zwingend nötig. Und an dieser Stelle greife die Planungshoheit der Gemeinde Mainhausen. Der Zeitplan sieht vor, dass dies frühestens nach der Sommerpause eingeleitet wird.

Dabei ist durchaus Konfliktpotential vorhanden: Der derzeitige Pächter des Geländes ist der Angelsportverein Petri Heil. Mit dem Vorstand des Vereins hat die Projektgruppe von Whn-Architekten ein erstes Gespräch geführt. Dem Unternehmen sei an einer gütlichen Lösung des Problems gelegen. Keine Probleme wird es wohl mit dem Badesee geben. Der liegt mehrere hundert Meter entfernt an der gegenüberliegenden Seeseite.

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