Betreuung der Käthe-Paulus-Schule

Schülergondel in Kreis-Obhut

Mainhausen -   Die Anforderungen an Betreuungsvereine wie die Schülergondel in Zellhausen steigen immer stärker. Mittlerweile kommt die Unterhaltung der Unterhaltung eines mittelständischen Unternehmens gleich. Von Oliver Signus

Um den Betrieb weiter zu gewährleisten, hat die Gemeinde nun eine Kooperationsvereinbarung mit dem Kreis getroffen.

Die Anforderungen an Fördervereine für die Betreuung von Kindern nehmen immer mehr zu. „Sie kommen mittlerweile denen eines mittelständischen Unternehmens gleich“, sagte Bürgermeisterin Ruth Disser im Verlauf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter im Bürgerhaus von Zellhausen. Das sei für die ehrenamtlich tätigen Verantwortlichen nicht mehr zu leisten, betont sie und weist darauf hin, dass es immer schwieriger werde, Freiwillige für die Vorstandsarbeit zu gewinnen.

Daher hat die Gemeinde Mainhausen nun den Kreis Offenbach ins Boot geholt und übergibt die Zellhausener Schülergondel der Käthe-Paulus-Schule in die „Ganztagsbetreuung im Pakt“ (GiP) gGmbH des Kreises. Dieser Tage wurde zwischen Landrat Oliver Quilling, der Gemeinde Mainhausen, Schulleiterin Jessica Eizenhöfer und GiP-Geschäftsführer Johannes Ditzinger ein Kooperationsvertrag geschlossen.

Demnach übernimmt die GiP die Schulkinderbetreuung zum 1. August. Dem Kreis als Schulträger obliegt die fachliche Aufsicht, die Schulleitung trägt die Gesamtverantwortung für die Durchführung des Angebots. Die Verwaltung der Betreuungskosten obliegt der GiP, die auch das gesamte Personalwesen zu verantworten hat und für verschiedene Verwaltungsaufgaben zuständig ist. Das Personal der Betreuung besteht aus einer pädagogischen Leitung, Fachkräften sowie „Personen mit angebotsspezifischer Sachkunde“. Die Bezahlung erfolgt in Anlehnung an den Öffentlichen Dienst. Bei der Personalauswahl wirken die Leitung der Betreuung, Schulleitung und GiP mit. Finanziert wird das Angebot durch die Kommune, mithilfe von Zuschüssen des Landes und des Schulträgers sowie durch Beiträge der Eltern. Die GiP muss sicherstellen, dass während der Schulzeiten die Betreuung von montags bis donnerstags regelmäßig mindestens zwischen 11.40 und 17 Uhr und freitags von 11.40 bis 15 Uhr angeboten werden kann. Für ein Betreuungsangebot währen der Ferien hat die GiP ebenfalls zu sorgen (drei Wochen im Sommer, alle anderen Ferien jeweils eine Woche). Für die Kosten der Ferienangebote müssen Kommunen und Erziehungsberechtigte aufkommen

Für das kommende Schuljahr gibt es die Möglichkeit, 100 Schüler unterzubringen. Diese Zahl darf nicht überschritten werden. Steigt die Nachfrage, wird eine Warteliste erstellt.

Die komplette Kooperationsvereinbarung findet sich im Internet auf der Seite www.schuelgondel.de.

Rubriklistenbild: © dpa/

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