„Hollywood am Badesee“

Theatergruppe der Sängervereinigung begeistert mit Komödie

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Eine turbulente Komödie mit bestens aufgelegten Darsteller sahen mehr als 600 Zuschauer an zwei Abenden am Angelteich in Mainflingen.

Mainflingen - Einen schönen Erfolg feierte die Theatergruppe der Sängervereinigung Mainflingen. Mehr als 600 Zuschauer verfolgten die beiden Aufführungen der Komödie „Hollywood am Badesee“, die am Angelteich über die Bühne ging. Von Natalia Dizer

395 Folgen einer mitreißenden amerikanischen Fernsehserie in Mainflingen am Badesee, dazu „Superworld“ im Stil von Disneyland und „leichte Mädchen“, die nicht nur den alten Frauen der Gemeinde ein Dorn im Auge sind. Themen, die seit wenigen Tagen für Gesprächsstoff in Mainhausen sorgen. Unter der Leitung von Günther Knies präsentierte die Sängervereinigung Mainflingen das Theaterlustspiel „Hollywood am Badesee“.

Die fiktive Komödie drehte sich rund um die altmodische Gastwirtschaft „Zum alten Seewirt“, die schon längst eine Generalüberholung nötig hatte. Um aus der heruntergekommenen Stube einen Touristenmagneten zu schaffen, setzten sich die Pärchen Sabine Sauer (Kerstin Gast) und Freund Marco (Daniel Mäder) sowie Freundin Karin (Anja Feldner) und ihr Partner Tommy (Steffen Wolf), für eine Rundumerneuerung im amerikanischen Stil ein.

Diese Idee fand aber nicht bei allen Anklang. Der Mainflinger Bürgermeister Anton Knackig (Frank Heinzmann) ist von den Ideen des Zellhäuser Vierergespanns ganz und gar nicht begeistert. Aber auch die Frau des Bürgermeisters, Liselotte Knackig (Ute Oftring), ihre Freundinnen Klara Klemmer, Rosemarie und Gisela möchten aus der alten Stube ein Begegnungszentrum für Frauen errichten. Um sich aber trotzdem den Traum von einem eigenen Bistro zu ermöglichen, schlüpft Marco (Daniel Mäder) in die Rolle des amerikanischen Filmproduzenten Johnny McCarter. Dieser gibt dem Bürgermeister vor, einen Film in Mainflingen drehen zu wollen.

395 Folgen einer mitreißenden Fernsehserie sollen nicht nur Mainflingen, sondern auch Bürgermeister Knackig berühmt machen. Dafür sei zuvor eine Rundumerneuerung des Sees von Nöten, wobei eine „American Superworld“ im Stil von Disneyland erbaut werden soll. Ein neuer Flugplatz wird ebenfalls auf dem Gelände der Stadt Zellhausen gebaut. Knackig, der Zellhausen sowieso nicht leiden kann, ist Feuer und Flamme für die Ideen des vermeintlichen Filmproduzenten. Um die Pläne in die Tat umsetzen zu können, muss die zickige Filmdiva Belinda Cardigan, ebenfalls gespielt Anja Feldner, den Plänen des Filmproduzenten zustimmen.

Knackig gibt sich größte Mühe, den Anforderung der Filmdiva gerecht zu werden. Ohne Rücksicht auf Verluste versucht er ihr jeglichen Wunsch von den Augen abzulesen, denn er wittert ja am Ende das große Geld.

Die alten Frauen bemerken die Pläne des Bürgermeisters und wollen mit aller Macht ihre Ideen verteidigen. Denn wenn die „Superworld“ erstmal erbaut worden ist, sind die „leichten Mädchen“ nicht mehr weit und Sitte und Anstand nicht mehr zu garantieren. Sabine erklärt den Frauen den Plan des Vierergespanns, der den Bürgermeister noch mehr in die Irre führt. Als die alten Damen vorgeben, selbst die Tätigkeit der „leichten Mädchen“ ausüben zu wollen, und die Filmdiva Belinda Cardigan ihre Zustimmung für das Filmprojekt verweigert, kann der Bürgermeister sein Unglück kaum fassen. Angesichts der Situation bittet er die „geliebtesten“ Zellhäuser wieder zurück zu kommen und die Gaststätte „Zum alten Seewirt“ wieder zu übernehmen.

Mit Hilfe eines betrügerischen Plans tricksen die Zellhäuser den Bürgermeister und seinen Stellvertreter Johann Klemmer (Hans-Jürgen Bass) aus und können mit der Unterstützung der alten Frauen ihren Traum vom Bistro ermöglichen.

Der ironisch dargestellte Konflikt zwischen Zellhäusern und Mainflingern bescherte den Besuchern Unterhaltung vom Feinsten. Beide Abende waren mit jeweils mehr als 300 Zuschauern gut besucht. Alle Akteure stellten ihre hervorragenden schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis und sorgten für kurzweile Abende.

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