Hochzeitspaare als Ehrengäste

Empfang zum 40-jährigen Bestehen

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Als erste Kommune im Kreis Offenbach hat Mainhausen am Sonntag den 40. Jahrestag der Gebietsreform gefeiert. Rund 100 Gäste kamen ins Mainflinger Bürgerhaus. 

Mainhausen - Manches hätte besser laufen können, das meiste aber auch viel schlechter. 40 Jahre nach der Gebietsreform blickt die Gemeinde Mainhausen aus Sicht von Bürgermeisterin Ruth Disser auf eine Erfolgsgeschichte zurück.

Bei einem Sektempfang im Mainflinger Bürgerhaus hielt dieses Resümee auch dem Blick von außen stand: Für Landrat Oliver Quilling ist die kleinste Gemeinde des Kreises Offenbach ein Musterbeispiel für eine gute Kommunalehe. Vor rund 100 Zuhörern erinnerte Quilling mit seiner Ansprache an die hitzigen Debatten und Reibungen, die der Neuordnung der kommunalen Landschaft in Hessen vorausgingen. Aus rund 2600 Städten und Gemeinden im Land wurden 421, statt 39 gab es nur noch 21 Landkreise und dazu fünf kreisfreie Städte. Das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Offenbach beschloss der Landtag laut Quilling schon im Juni 1974, in Kraft treten konnte es indessen erst zum 1. Januar 1977. Rückblickend habe sich die Reform als vernünftig erwiesen, den Zeitgenossen allerdings habe sich ihre Notwendigkeit nicht immer entschlossen: „Für die Menschen ging es um Zugehörigkeit und Identität.“

Nach der Zwangsvereinigung der zuvor selbstständigen Orte Zellhausen und Mainflingen war Mainhausen neben Hainburg, Rodgau und Dreieich eine von vier Kreiskommunen, die einen neuen Namen erhielten. Der Kreis Offenbach, vorher einwohnerstärkster Landkreis in Hessen, gab den Spitzenplatz an den neu formierten Main-Kinzig-Kreis ab und verlor die Gemeinden Steinheim und Klein-Auheim an Hanau. Dafür kamen Ober-Roden und Urberach als neue Stadt Rödermark sowie Nieder-Roden als Teil der ebenfalls neuen Kommune Rodgau hinzu. Mainhausen sei in den vergangenen 40 Jahren tatsächlich zusammen gerückt, befand die Rathauschefin. Noch immer gebe es zwar „den kritischen Blick und das kritische Wort“ in Richtung des jeweils anderen Ortsteils, beides aber habe gerade zur Fastnachtszeit seine Berechtigung. „Mainhausen muss und kann alles gut gemeinsam“, so Disser – feiern, am Gemeinwohl arbeiten und auch streiten.

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Besonders das Feiern will die Bürgermeisterin dieses Jahr in den Mittelpunkt stellen. Zum runden Geburtstag werde es noch weitere Veranstaltungen geben, kündigte sie an. Andere feiern mit: 40 Jahre alt werden dieses Jahr auch die Freiwillige Feuerwehr Mainhausen, die Zellhäuser Fastnachtsnarren und der Motorradclub „The Fans“. Als Ehrengäste hatte die Gemeinde zum Empfang drei Ehepaare eingeladen, die dieses Jahr ihren 40. Hochzeitstag feiern, in Mainhausen heirateten und nach wie vor dort leben. Harald und Ramona Neumann schlossen am 3. März, Alfons und Karola Zilch am 16. Juni und Eckhard und Christel Knecht am 9. September 1977 den Bund fürs Leben.

Mainhausen war nach Worten von Landrat Quilling, der für die Feier eigens seinen Urlaub verkürzt hatte, die erste Kommune im Kreis Offenbach, die den Jahrestag der Gebietsreform festlich beging – allerdings ohne aufwändiges Programm: Die Vereine sollen bei weiteren Veranstaltungen im Jahresverlauf zum Zuge kommen. Für musikalische Gestaltung sorgte die Band „Discover“ mit Rock- und Pop-Evergreens. (rdk)

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