„Erreichen die 40 Prozent“

Endspurt in Mainhausen: Entscheidung über schnelles Internet

+
Glasfaser-Konkurrenz im Mainflingener Neubaugebiet Mainfächer: „Nur zwei oder drei Verträge abgeschlossen.“  

Mainhausen - Endspurt: Nur noch wenige Tage haben die Mainhausener die Gelegenheit, bei der Deutschen Glasfaser einen Vertrag für schnelles Internet abzuschließen. Bis Montag, 7. Mai, müssen sich 40 Prozent der Haushalte (rund 1500) beteiligen, damit das Unternehmen die Leitungen verlegt. Von Oliver Signus

Noch fehlen einige Prozent, doch Projektmanager Mirko Tanjsek zeigt sich optimistisch.  „Die 40-Prozent-Marke ist definitiv zu erreichen“, antwortet Mirko Tanjsek ohne einen Moment des Zögerns. Fünf Tage vor Ablauf der Anmeldefrist ist der Projektmanager zuversichtlich, dass genügend Mainhausener Verträge mit der Deutschen Glasfaser abschließen, damit das Unternehmen mit dem Ausbau schneller Internetanschlüsse beginnen kann. Mit Blick auf die offiziellen Daten mit Stand vom vergangenen Freitag ist noch Luft nach oben - vor allem in Mainflingen. Dort hatten 33 Prozent der Einwohner Kontrakte unterzeichnet. In Zellhausen ist die Quote mit 38 Prozent deutlich besser, wie das Unternehmen auf seiner Internetseite mitteilt.

Den Grund sieht Tanjsek vor allem darin, dass in Mainflingen bereits Kabelnetzbetreiber aktiv sind. Zwar seien deren Leitungen nicht mit den Glasfaserkabeln seines Arbeitgebers zu vergleichen, doch reiche die Leistung eventuell vielen. Unkenntnis über die technischen Unterschiede sei ebenfalls ein möglicher Grund. Auch fällt das Neubaugebiet „Mainfächer“ aus den Plänen der Deutschen Glasfaser mit großer Wahrscheinlichkeit heraus. Dort böten Telekom und Unitymedia dieselbe Technologie an. „Wir haben dort nur zwei oder drei Verträge abgeschlossen“, sagt Tanjsek. Es sei noch nicht endgültig beschieden, aber doch sehr wahrscheinlich, dass die Deutsche Glasfaser dort keine eigenen Leitungen lege.

Oculus Go im Test: Virtuelle Welt auf neuem Niveau

Einen Sonderstatus nehme das „Schwalbennest“ ein. Dort gebe es zwar Interesse an einem schnellen Anschluss, doch die abgelegene Siedlung sei für das Unternehmen aus volkswirtschaftlicher Sicht uninteressant. Dass die Bewohner - die das Unternehmen zu einem gesonderten Gesprächstermin ins Bürgerhaus Mainflingen eingeladen hatte - dort trotzdem angeschlossen werden, liegt wiederum Bürgermeisterin Ruth Disser am Herzen. Sie bekräftigte kürzlich, dass mit dem Unternehmen eine Lösung gefunden werden solle. So sei es denkbar, dass die Gemeinde auf eigene Kosten die Voraussetzungen für die Verlegung der Leitung schaffen werde. Tanjsek machte aber auch klar, dass das Schwalbennest am Tropf von Mainflingen hänge. Werde die erforderliche Quote nicht erreicht, gebe es weder in diesem Ortsteil noch im Schwalbennest schnelle Anschlüsse.

Denkbar wäre allerdings auch, dass bei der Entscheidung über den Ausbau kumuliert werde. Klettert die Beteiligung in Zellhausen auf über 40 Prozent und bleibt sie in Mainflingen knapp drunter, werden die beiden Werte zusammengefasst. Tanjsek baut nun auf den Endspurt in dieser Woche. Auch wenn er in Mainhausen eine Besonderheit gegenüber anderen Kommunen festgestellt hat. So sei der Beginn andernorts eher verhalten, während kurz vor Ende der Frist ein Ansturm auf die Verträge registriert werde. In Mainhausen sei dies genau andersrum. „Dort hatten wir in den ersten zwei Wochen einen starken Zulauf, danach wurde es schleppender“, erläutert der Projektmanager. Die endgültige Entscheidung über den Ausbau fällt bei dem im westfälischen Borken angesiedelten Unternehmen in der kommenden Woche. Tanjsek denkt, dass das Resultat spätestens Mittwoch oder Donnerstag vorliegt.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare