Erstmals Zahlen zur DSL-Anbindung

Mainhausen - (mho) Weil die „DSL-Anbindung in Mainhausen dringend verbessert werden muss“, führt die Gemeinde Gespräche mit Telekom und anderen Anbietern.

Bereits zum zweiten Mal traf sich Bürgermeisterin Ruth Disser mit Mitarbeitern der Deutschen Telekom und Vertretern des örtlichen Gewerbes, um das Thema zu erörtern. Die Telekom legte dabei erstmals Zahlen vor:

Um beide Ortsteile an das Glasfasernetz anzuschließen und damit fast durchgängig Bandbreiten von 10 000 bis 16 000 Mbit (Schwalbennest 6 000 Mbit) zu erreichen, müssen demnach Tiefbauarbeiten in einer Länge von 1,2 Kilometern in Zellhausen und 2,6 Kilometern in Mainflingen durchgeführt werden.

Nach Angaben der Telekom fallen dafür Kosten zu Lasten der Gemeinde in Höhe von 116 000 Euro in Zellhausen und 210 000 Euro in Mainflingen an. „Zur Diskussion stehen derzeit verschiedene Kooperationsmöglichkeiten, bei denen die Gemeinde beispielsweise die Tiefbauarbeiten übernehmen könnte und damit die Kosten auf 32 000 Euro pro Ortsteil drosseln würde“, erläutert die Verwaltungschefin.

Zur Zeit, so Disser weiter, prüfe sie, ob Zuschussmöglichkeiten auch im Zuge der EU-Förderung zum DSL-Ausbau in ländlichen Regionen oder in Verbindung mit dem zweiten Konjunkturprogramm der Bundesregierung bestehen.

Auch die Alternative zur Telekom, die DSL-Verbindung über das Kabelnetz, sei im Vorfeld mit Vertretern der Firma Julycom besprochen worden. Dieser Weg „wird von den Vertretern des örtlichen Gewerbes sowie von den engagierten Bürgern jedoch nur als Notfall-Variante gesehen, da eine Anbindung an ein Unternehmen erfolgen müsste und der notwendige Kabelanschluss in vielen Haushalten Mainhausens und vor allem in den Industriegebieten nicht vorhanden ist.“

Die Alternative über Funk schließt Disser in der besonders belasteten Umgebung Mainhausens gänzlich aus.

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