Thorsten Schäfer-Gümbel zu Gast

Frühlingsempfang der SPD: Wohnungsnot und Digitalisierung

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Thorsten Schäfer-Gümbel spricht beim Frühlingsempfang der SPD Mainhausen.

Mainhausen - „Wir müssen Zukunft gestalten!“ lautete das Motto des Vortrags des hessischen SPD-Partei- und Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel beim Frühlingsempfang der Genossen in Mainhausen.

Zunächst hatte Ortsvereinsvorsitzende Gisela Schobbe rund 70 Zuhörerinnen und Zuhörer im Bürgerhaus Zellhausen begrüßt. Zu den Gästen zählten unter anderem der Landtagsabgeordnete Corrado di Benedetto sowie der Direktkandidat im Wahlkreis für die Landtagswahl, Ralf Kunert.
In seiner Rede ging Schäfer-Gümbel auf die Herausforderungen in der Arbeitswelt und der Digitalisierung ein und forderte: „Jeder Einzelne muss eine Chance erhalten, in der Digitalisierung mitgenommen zu werden. In der Industriellen Revolution haben wir das sehr gut hinbekommen. Daher wird die Sozialdemokratie heute so sehr gebraucht, wie seit Jahrzehnten nicht mehr.“

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei das Thema Bildung. Es reiche nicht aus, alle Schulen mit Tablets ausstatten zu wollen, solange weder eine vernünftige W-LAN Verbindung besteht noch die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend ausgebildet werden. „Dazu gibt es bisher keine Strategie der Hessischen Landesregierung“, so der SPD-Politiker.

Ebenfalls wenig zu Ende gedacht ist nach Auffassung des Oppositionsführers im Hessischen Landtag der Themenkomplex bezahlbarer Wohnraum. „Solange im Raum Frankfurt Mietpreise von 14 bis 15 Euro pro Quadratmeter im Neubau aufgerufen werden, wird es keine Entspannung am Wohnungsmarkt geben.“ Dass die Landesregierung unter Ministerpräsident Roland Koch die Zahl der Sozialwohnungen von 183.000 auf 85.000 reduziert habe, werde „ein wichtiges Thema für die Landtagswahl“.

Bilder: Mainhausen feiert Jubiläum

„Wir haben vor Ort bewiesen, dass wir es besser können“, meinte Mainhausens Fraktionsvorsitzender Kai Gerfelder und wies gemeinsam mit Bürgermeisterin Ruth Disser auf diverse Bauprojekt in Mainhausen hin. Sie erwähnten den Bau von 24 Wohnungen in Zellhausen, die für 7,95 Euro pro Quadratmeter zu mieten sind, ebenso wie das Neubaugebiet im Süden der Waldstraße und der Berliner Straße. Somit leiste die Gemeinde ihren Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot im Rhein-Main-Gebiet. Zusammen mit dem manroland-Gebiet entstehen in Mainhausen in den kommenden Jahren somit neue Wohneinheiten in allen Preiskategorien und Wohnformen. (sig)

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