Mit Lichtgeschwindigkeit in die Welt

Die Gemeinde Mainhausen erhält ein Glasfasernetz

Mainhausen - Es ist vollbracht: Nachdem 50 Prozent der Zellhausener und 45 Prozent der Mainflingener Haushalte mit der Deutschen Glasfaser Verträge abgeschlossen haben, bekommt die kleinste Kommune des Kreises Offenbach nun schnelles Internet. Von Oliver Signus 

Wird Mainflingen dabei sein oder nicht? Diese Frage stellte sich in den vergangener Tagen nicht nur Bürgermeisterin Ruth Disser. Bis Freitag waren es lediglich 37 Prozent der Haushalte, die mit der Deutschen Glasfaser einen Vertrag für einen Internetanschluss geschlossen hatten. Der Ortsteil Zellhausen hatte da die Grenze von 40 Prozent schon erreicht. Eine Zwei-Klassen-Gemeinde wird es aber nicht geben. Gestern gab Projektmanager Mirko Tanjsek die Zahlen bekannt. So haben in Zellhausen 50 Prozent der Haushalte und in Mainflingen 45 Prozent der Haushalte Kontrakte geschlossen. Wie viele Verträge das sind, wollte Tanjsek nicht verraten, nur soviel: „Wir haben im Vorfeld 4 000 Haushalte kontaktiert.“

Er sei stets zuversichtlich gewesen, sagte er gestern beim Pressegespräch im Rathaus Mainflingen. Ein Endspurt wie dieser sei durchaus üblich. Damit wird Mainhausen die erste Kommune in Hessen sein, in der Privathaushalte mit Lichtgeschwindigkeit im Netz der Deutschen Glasfaser unterwegs sind. „Wir bleiben in der Region am Ball“, versprach Tanjsek und verriet, dass bereits mit einer zweiten Kommune im Kreis Offenbach ein Vertrag geschlossen worden sei. Einen Namen wollte der Projektmanager nicht nennen, „aber die Tinte ist schon trocken.“

Tanjseks Arbeit in Mainhausen ist beendet. Nun ist die Technikabteilung des Borkener Unternehmens an der Reihe. Die Fachleute werden mit Bürgermeisterin Disser Kontakt aufnehmen, um in die Planung zu gehen. Im Herbst könnten dann die Arbeiten beginnen. „Und dann hoffen wir auf einen milden Winter“, sagt Disser.

Wie viel Tracking ist gesund?

Beim Ausbau wollen sogar Bürger selbst mit anpacken, berichtet die Rathhauschefin. So werde die Gemeinde für den Anschluss des Wohngebiets Schwalbennest die Kanäle (Länge ca. 1,6 Kilometer) für die Leitungen baggern. Mindestens zwei Anwohner verfügten ebenfalls über ein solches Gerät und möchten sich beteiligen. Auch beim Anschluss des Bahnhofs in Zellhausen werde die Gemeinde das Unternehmen mit Gerät und Arbeitskräften unterstützen, kündigt Disser an. Die Deutsche Glasfaser investiert laut Tanjsek in Mainhausen rund sechs Millionen Euro.

Die Gemeinde hat bereits von der neuen Entwicklung profitiert, verriet Disser. So habe ein mittelständisches Medizintechnik-Unternehmen angekündigt, sich in Mainhausen anzusiedeln. Die Mainhausener sollen ausführlich über die anstehenden Arbeiten informiert werden. Wenn die Planung in trockenen Tüchern ist, wird es erneut zwei Infoabende in den Bürgerhäusern geben. Wie, wann und wo welche Arbeiten ausgeführt werden, ist dann zu erfahren.

Rubriklistenbild: © dpa

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