Kein Interessenskonflikt im Fall Jochum

Glasfaser für Mainhausen: „Projekt kein Selbstläufer“

Mainhausen - Das Projekt „Glasfaser für Mainhausen“ steckt noch in der Startphase. Dass es ein Selbstläufer wird, glaubt Katja Jochum nicht.

Die stellvertretende Vorsitzende der dortigen SPD-Fraktion ist zwar optimistisch, dass die nötige Zahl von etwa 1 500 Haushalten bis zum Stichtag am 7. Mai erreicht wird, damit das in Borken ansässige Unternehmen „Deutsche Glasfaser“ im Sommer mit dem Ausbau beginnen kann, doch sei auch Aufklärungsarbeit eine wichtige Zutat zum Erfolg.

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Jochum gehört mit ihrer Mediaservice-Firma in Mainflingen zu einer von insgesamt drei Anlaufstellen, bei denen Interessierte Glasfaser-Verträge abschließen können. Hinzu kommen Thomas Ulrich Computertechnik und die Firma krauss-tele.com, beide mit Sitz in Zellhausen. Die Deutsche Glasfaser selbst eröffnet am Samstag, 3. März, einen Servicepunkt in der Brüder-Grimm-Straße (ehemalige Poststelle) in Mainflingen.

Einen Interessenkonflikt zwischen ihrem politischen und dem geschäftlichen Engagement sieht Katja Jochum nicht - eine Auffassung, die auch Bürgermeisterin Ruth Disser (SPD) teilt. Keine Einwände gegen Jochums Bürger-Appell „pro Glasfaser“ und ihre Vertrags-Offerten hat auch der Hessische Städte- und Gemeindebund. Problematisch wäre die Situation nach dessen Einschätzung lediglich, wenn Jochum unter diesen Umständen an einer Abstimmung des Gemeindeparlaments teilnehmen würde.

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Einen Impuls erhofft sich Katja Jochum von den beiden Infoabenden in der kommenden Woche. Am Mittwoch, 28. Februar, gibt es umfangreiche Auskünfte zu Technologie, Vorgehensweise und Tarifen von Mitarbeitern der „Deutschen Glasfaser“ im Bürgerhaus Mainflingen, Brüder-Grimm-Straße; am Tag darauf ist eine Veranstaltung im Bürgerhaus Zellhausen, Rheinstraße 3, vorgesehen. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

Die Anwr-Gruppe, das größte in Mainhausen ansässige Unternehmen, wird sich dem Projekt der „Deutschen Glasfaser“ nicht anschließen. Wie Unternehmenssprecherin Jenny Bleilefens auf Anfrage mitteilt, wird Anwr von einem Glasfaseranschluss der Telekom versorgt. Zusätzlich stellt das Unternehmen für Notfälle eine Funkverbindung zur Verfügung - eine technische Variante, die die „Deutsche Glasfaser“ nicht bieten könne, die für Anwr jedoch sehr wichtig sei.

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In die Röhre schauen derzeit Mainhausener, die eher abgelegen wohnen. Betroffen seien etwa das Schwalbennest oder auch Teile der Sudetensiedlung, sagt Ruth Disser. Die Gemeinde wolle aber darauf achten, „dass sie nicht hinten runterfallen“. (sig/mho)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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