BÜRGERUMFRAGE Betreuung gut, Straßenzustand schlecht

Handlungsfelder bestätigt

Schlüsselübergabe im Erweiterungsbau der Kita Panama Anfang 2019: Etwa 950 000 Euro investierte die Gemeinde Mainhausen in das Betreuungsprojekt.
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Schlüsselübergabe im Erweiterungsbau der Kita Panama Anfang 2019: Etwa 950 000 Euro investierte die Gemeinde Mainhausen in das Betreuungsprojekt.

Mainhausen – Als „sehr gute Basis für die weitere politische Arbeit und die Formulierung von Zielen für Kommunal- und Bürgermeisterwahl“ werten die Verantwortlichen der SPD Mainhausen die Ergebnisse ihrer Bürgerumfrage im zweiten Quartal.

„Sicher ist das Ergebnis nicht repräsentativ. Aber zum großen Teil bestätigen die Ergebnisse unsere Wahrnehmung der wichtigsten Handlungsfelder“, bilanziert der Bürgermeisterkandidat Frank Simon. So werde die Anbindung des Individualverkehrs gut, das ÖPNV-Angebot eher schlecht bewertet.

Handlungsbedarf zeigt die Umfrage beim Dauerbrenner vorschulische Betreuung: Obwohl die Fortschritte auf dem Kita- und U3-Sektor durchaus wahrgenommen und positiv gewürdigt würden, müsse die Gemeinde da zulegen. Die Kilianushaus-Lösung werde positiv gesehen. Betreuungseinrichtungen und Akquise von Fachkräften stünden oben auf der Agenda, sagt Simon.

Bestätigt fühlen die Sozialdemokraten sich bei der Zusammenlegung der Rathäuser und der Einrichtung eines Bürgerbüros im Ortsteil Mainflingen. „Diese Entscheidung erfährt überwiegend gute Beurteilung. Das freut uns, denn wir haben mit viel mehr Kritik gerechnet“, ergänzt SPD-Vorsitzende Gisela Schobbe.

Negativ bewertet wurde erwartungsgemäß der Zustand der Gemeindestraßen und Gehwege. „Das liegt auf der Hand. Im Zuge der notwendigen, teils verordneten Haushaltskonsolidierung wurden Straßenbauarbeiten immer wieder aufgeschoben.“

Ein politisches Hemmnis sei auch die Straßenbeitragssatzung, die immer wieder zu Ärger mit Anliegern führe. „Da sind wir aber auf einem guten Weg“, sagt Simon. Er geht davon aus, dass die Wiederkehrenden Straßenbeiträge kommen und das anstehende Sanierungsprogramm dann leichter umgesetzt werden kann. „Ein Kataster der zahlreichen Gehwegschäden wird ohnehin erstellt, um sie zeitnah abzuarbeiten.“

Als grundsätzlich gut ordneten die Mainhäuser die Klimaschutzbemühungen der Gemeinde ein. Dazu hätten sie viele konkrete Vorschläge unterbreitet. Von der Forderung nach mehr Blühfläche und Entsiegelung über die Einrichtung von E-Ladestationen bis zur Aufstellung von Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden oder mehr Sharing-Angeboten erstreckt sich ein bunter Strauß an Ideen.

Erfreut zeigt sich Schobbe über die Bewertung der Arbeit ihrer Partei. „Ich bin seit mehr als 15 Jahren Vorsitzende des Ortsvereins. Da ist es schön wahrzunehmen, dass unsere Arbeit mit der Durchschnittsnote Gut zensiert wird. Das stetige Kontaktangebot, die Reihe ,Mainhausen im Dialog’ und die Informationen auf unserer Internetseite und im ,Roten Boten" zahlen sich offenbar aus.“

Die Teilnehmer, so die Vorsitzende, hätten „wichtige Erkenntnisse, aber auch die Bestätigung unseres eingeschlagenen Wegs geliefert“. mho

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