Ordnung an der L 2310

Hessen Mobil will A 45-Auffahrten umbauen

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Den kompletten Umbau rund um die Auffahrten zur A 45 plant Hessen Mobil. Auch die Seitennstreifen, die derzeit als provisorische Parkplätze benutzt werden, verschwinden.

Mainhausen - Rund um die Autobahnauffahrten an der L 2310 sind wildparkende Autos ein Ärgernis. Das soll sich nun bald ändern. Hessen Mobil will an der Anschlussstelle zur A45 einen Kreisverkehrsplatz samt samt Park- und Mitnahmeanlage (P+M-Anlage) bauen. Von Oliver Signus 

Die Mainhausener Gemeindevertreter haben nun eine Stellungnahme von Bürgermeisterin Ruth Disser zu einer Verwaltungsvereinbarung mit Hessen Mobil einstimmig verabschiedet. Rund um die Auffahrten zur A 45 bietet sich dem Betrachter werktags das selbe Bild. Rechts und links entlang der L 2310 sind die unbefestigten Seitenstreifen vorwiegend zugeparkt. Manches Auto steht arg schief, Reifen versinken in einem der vielen tiefen Schlaglöcher, Auspuffrohre kratzen am Erdboden. Zahlreiche Pendler stellen dort ihr Gefährt ab, steigen zu Kollegen ins Auto, bevor es gemeinsam zur Arbeit geht. Andere nutzen die Buchten, um sich ihres Mülls illegal zu entledigen. Überall stehen volle Mülltüten und alte Klamotten, ab und an auch ein ausrangiertes Haushaltsgerät. Unübersichtlich ist es dort zudem, Menschen überqueren im Eiltempo die Straße, Autos wenden, manchmal kann man halsbrecherische Manöver beobachten.

Mit all dem soll bald Schluss sein. Die Bundesstraßenverwaltung, vertreten durch Hessen Mobil (Straßen- und Verkehrsmanagement) mit Standort in Darmstadt, will im Zuge des Konzeptes „Staufreies Hessen 2015“ dort einen Kreisverkehrsplatz samt Park- und Mitnahmeanlage (P+M-Anlage) bauen. Bereits in den Jahren 2007 und 2009 fanden Gespräche mit den zuständigen Behörden statt, um Ideen für eine Umgestaltung zu entwickeln, heißt es in der verabschiedeten Stellungnahme von Bürgermeisterin Ruth Disser. Mittlerweile ist die straßenbautechnische Planung weitgehend abgeschlossen. Planungs- und Baukosten gehen zur Gänze zu Lasten von Hessen Mobil.

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Knackpunkt sind allerdings die Kosten für Unterhaltung und Pflege, die die Gemeinde Mainhausen übernehmen soll. Zwar gibt es dafür einen einmaligen Betrag in Höhe von 65.200 Euro von Hessen Mobil, doch sind die Ausgaben auf Dauer viel höher, so Ruth Disser. Daher, so heißt es in der verabschiedeten Stellungnahme, lehnt die Gemeindeverwaltung die Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung mit Hessen Mobil ab.

„Angesichts der finanziellen Situation aller Kommunen, den Auflagen der jeweiligen Kommunalaufsicht und der klaren Zuständigkeitsregelung in diesem Bereich würde die Gemeinde mit Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung eine zusätzliche „freiwillige“ Leistung übernehmen“, so Ruth Disser. „Eine Tatsache, die nach den Richtlinien und Vorgaben der hessischen Landesregierung für Kommunen mit defizitären Haushalten wohl nicht akzeptabel ist.“ Die Gemeinde rechne mit jährliche Kosten für Pflege und Unterhaltung von rund 27.400 Euro - ohne Anschaffungskosten für zusätzliche Fahrzeuge und Geräte, die noch hinzukämen. „Die Zuständigkeiten liegen eindeutig bei Bund und Land“, betont Disser. Daher müssten diese die Kosten für die Unterhaltung vollständig tragen.

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Es sei aber allen Beteiligten klar, dass die Umsetzung der Planungen zu einer Verbesserung der heutigen Situation führen wird. So erwartet Ruth Disser, dass durch den Kreisverkehrsplatz ein reibungsloser Abfluss des abfahrenden Autobahnverkehrs in Richtung Stockstadt ermöglicht wird und die riskanten Wendemanöver auf der Landesstraße unterbleiben. Des Weiteren werde das „Wildparken“ am Rande der L 2310 dank der Anlage in Zukunft unterbleiben.

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