Mehrheit im Parlament stimmt für Anhebung

Hundebesitzer müssen ab 2019 zehn Euro mehr zahlen

Mainhausen -   Hundebesitzer müssen ab nächstem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die Gemeindevertretung verabschiedete mit den Stimmen von SPD und FDP die Erhöhung der Hundesteuer von 26 auf 36 Euro. Letztmals war die Abgabe 2011 angehoben worden. Von Oliver Signus

Die SPD-Fraktion stellte den Antrag, Anregungen dazu waren von zwei Bürgern gekommen (Bürgerhaushalt). Der zweite Hund kostet künftig 48 Euro, das dritte Tier 66 Euro.

Die CDU-Fraktion lehnte den Antrag ab. Zwar bedeute die Erhöhung weniger als einen Euro pro Monat, doch gebe es auch Menschen, die mit sehr wenig Geld rechnen müssten, begründete Fraktionsvorsitzender Johannes Wegstein. „Vor diesem Aspekt sollten wir uns fragen, ob eine Mehreinnahme von ca. 5600 Euro wirklich so wichtig ist.“ Zwar seien die Hinterlassenschaften der Vierbeiner ärgerlich, doch dürften trotzdem nicht alle Hundehalter mit einer Erhöhung bestraft werden. Wegstein sieht dadurch eher die Gefahr, dass einzelne Halter zur Meinung kommen, dass die Gemeinde den Dreck auch wegräumen kann, wenn sie schon Hundesteuer kassiere. Seiner Ansicht nach wäre es sinnvoller, „eine verursachergerechte Lösung zu finden“. So müsste jeder Hundehalter verpflichtet werden, beim Gassi gehen eine Kottüte mitzuführen. Wer das nicht tue und erwischt werde, solle zehn Euro zahlen. So würden die Verursacher getroffen.

Die UWG-Fraktion lehnte den Antrag ebenfalls ab und forderte gar eine Abschaffung der Steuer, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren. SPD-Fraktionsvize Frank Simon entgegnete auf die Ausführungen des UWG-Fraktionschefs Gerald Wissler, dass kein Mehraufwand entstehe, da die Vierbeiner ohnehin per Landesgesetz erfasst werden müssten. (sig)

Leserbilder zum Hundetag (Teil 2)

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