Mietvertrag vor dem Abschluss

Kilianushaus in Mainhausen wird Kindertagesstätte - „2in1“ hat hohe Priorität

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Im Mainflinger Kilianushaus können sich bald Kinder tummeln. Nach einigen Umbauten dient es in den nächsten fünf Jahren als Kita.

Die Gemeindeverwaltung Mainhausen und das Bistum Mainz stehen kurz vor dem Abschluss eines Mietvertrags für das Kilianushaus.

Mainhausen – Die Mainhäuser Gemeindeverwaltung hat sich laut dem Ersten Beigeordneten Torsten Reuter auf die coronabedingte Ausnahmesituation mittlerweile eingestellt, so dass sie ihre Aufgaben trotz erheblicher Einschränkungen erledigen kann. Um sich auszutauschen, nutzen Verwaltungsmitarbeiter, Reuter und auch Mitglieder der Fraktionen Telefon- und Videokonferenzen. „Das funktioniert gut“, sagt der Sozialdemokrat, der die erkrankte SPD-Bürgermeisterin Ruth Disser seit Ende August vergangenen Jahres vertritt.

Derzeit steht der Abschluss des Mietvertrags für das Kilianushaus in Mainflingen mit dem Bistum Mainz kurz vor dem Abschluss. Der Kontrakt soll in den nächsten Tagen in der Verwaltung eintreffen. Er läuft über fünf Jahre, die Gemeinde zahlt nach Angaben des ehrenamtlichen Beigeordneten 3600 Euro im Monat für das etwa 400 Quadratmeter große Haus. Das entspreche neun Euro je Quadratmeter, ein absolut fairer Preis bei gewerblichen Mieten, sagt Reuter.

Pfarrfest weiterhin an gewohnter Stelle

Im Kilianushaus sollen je eine Kita- und eine U3-Gruppe untergebracht werden, betreut von bis zu sechs Ganztagskräften. Die Kinder stammen aus dem Neubaugebiet Mainfächer in Mainflingen. Dort ist der Bau einer Kita bislang nicht angegangen worden. Mit den Planungen soll bald begonnen werden; ein neuer Mitarbeiter, der im Mai im Hochbauamt anfängt, soll sich des Projekts annehmen. Die Kita werde so geplant, dass sie später – sollten alle Kinder aus dem Neubaugebiet dem Kita-Alter entwachsen sein – für andere Zwecke genutzt werden könne. 

Das Kilianushaus muss jedoch erst umgebaut werden und soll nach Fertigstellung der Kita im Mainfächer als Ausweichmöglichkeit dienen, um andere Betreuungseinrichtungen renovieren zu können, so Reuter. Die Sänger des Kirchenchors können weiter zu ihren wöchentlichen Proben zusammenkommen. Ebenso kann das Pfarrfest an gewohnter Stelle stattfinden, eventuell mit Unterstützung der Kita.

Haushaltslage wegen Corona-Krise nicht abzuschätzen

Hohe Priorität auf der Agenda hat weiter das Rathausprojekt „2in1“ in Zellhausen. Die Planungen seien weit gediehen, eine interfraktionelle Arbeitsgruppe der Gemeindevertretung tage demnächst per Telefonkonferenz. Allerdings kann Reuter nicht genau abschätzen, wann und in welchem Umfang die Arbeiten in Angriff genommen werden können. Aufgrund der Corona-Krise sei die Haushaltslage derzeit nicht abzuschätzen.

Reuter wies zudem darauf hin, dass die Informationen und Angebote auf der Internetseite der Gemeinde erweitert wurden.

VON OLIVER SIGNUS

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