In Villa Kunterbunt werkeln die Forscher von morgen

Magnetismus, Strom und Licht

+
In der Villa Kunterbunt ist die Freude über die Erneuerung der Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“ groß. Im Bild (von links): Bürgermeisterin Ruth Disser, Lena Krämer (Kita Kunterbunt), Landrat Oliver Quilling, Christine Schulz, Elfi Lutz, Sabine Dreyer und Ayhan Atuk (Erzieherinnen und Erzieher).

Mainhausen - Insgesamt 64 Kindereinrichtungen sind Teil des Netzwerkes „Haus der kleinen Forscher“ im Kreis Offenbach - sechs davon sind zertifiziert. Die Kita Villa Kunterbunt in Mainflingen ist jetzt die erste Einrichtung, deren Zertifizierung bestätigt wurde.

Damit darf sie sich weiterhin „Haus der kleinen Forscher“ nennen.

Sie haben mit Magneten experimentiert und die Wirkung von Strom untersucht, die Ausbreitung von Licht beobachtet, und, und, und! Mit Begeisterung widmen sich die Schützlinge der Kita Villa Kunterbunt in Mainflingen ihren Experimenten.

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und engagiert sich für die naturwissenschaftliche, mathematische und technische Bildung von Kindern in Kitas und Grundschulen. Sie unterstützt durch Fortbildungsangebote die pädagogischen Fachkräfte und stellt Materialien zur Verfügung, um die Einbindung naturwissenschaftlicher Experimente und Projekte in die tägliche Arbeit der Kita zu ermöglichen und so den Forschergeist bei Mädchen und Jungen zu wecken und sie für naturwissenschaftliche Phänomene sowie technische und mathematische Fragestellungen zu begeistern. Derzeit beteiligen sich rund 3.400 Grundschulen, Horte und Kitas in ganz Deutschland an dem Programm.

Wert der Natur zu schätzen lernen

„Wir sind froh, dass die Kita Villa Kunterbunt erneut diesen Titel führen kann. Denn die Initiative ,Haus der kleinen Forscher’ hat das Ziel, Kinder schon im Vorschulalter spielerisch an naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten und Phänomene heranzuführen. Das ist heute wichtiger denn je. Außerdem lernen die Kinder ganz nebenbei den Wert der Natur schätzen“, machte Landrat Oliver Quilling deutlich. Er überreichte die Auszeichnung nebst Urkunde und Plakette.

Erzieherin Annett Herling-Triebel verwies darauf, dass naturwissenschaftliche Experimente im Tagesablauf der Kita eine sehr große Rolle spielen. „Schwerpunkt sind die Themen Magnetismus, Strom und Licht. Hierzu machen wir kleine Experimente. Dazu gibt es eine Kooperation mit der Seligenstädter Einhardschule.

Fortbildungen für die Fachkräfte

Jeweils zwei Gymnasiasten bereiten eine Versuchsreihe - beispielsweise mit verschiedenen Magneten - vor und führen sie danach zusammen mit den Kindern der Kita Villa Kunterbunt durch. Wichtig ist, dass die Kinder dabei spielerisch und selbstständig erste Erfahrungen mit naturwissenschaftlichen Phänomenen und Zusammenhängen machen“, erzählte die Pädagogin. Tatsächlich sind die Voraussetzungen für die Auszeichnung keineswegs nebenbei zu erreichen.

Mindestens zwei unterschiedliche Projekte mit naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildungsinhalten sollen in den letzten zwölf Monaten mit den Kindern erarbeitet worden sein. Die Forscherprojekte müssen zudem dokumentiert werden.

Acht Fakten rund um den Nobelpreis

Acht Fakten rund um den Nobelpreis

Der Titel „Haus der kleinen Forscher“ wird auch jeweils nur für zwei Jahre vergeben. Danach muss er neu beantragt werden. Darüber hinaus müssen in der betreffenden Kita zwei pädagogische Fachkräfte zweimal im Jahr an Fortbildungen mit naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Themen teilnehmen. Kreisweit haben bisher 140 Erzieherinnen eine solche Fortbildung absolviert.

Ziel des Kreises Offenbach ist es alle Kitas und im nächsten Schritt alle Grundschulen in das Programm zu integrieren. (mho)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare