Gewerbefläche wieder frei

Kostengünstige Unterkünfte in Zellhausen

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An der Bahnhofstraße in Zellhausen werden auf einem 1945 Quadratmeter großen Grundstück 20 Wohnungen entstehen. Die Kaltmiete soll 7,95 je Quadratmeter betragen.

Mainhausen - Eine Novelle im Baugesetzbuch macht sich die Gemeinde Mainhausen zunutze und verlegt das Projekt zum Bau bezahlbarer Wohnungen der Firma 6M von der Dieselstraße in Mainflingen nach Zellhausen in die Verlängerung der Bahnhofstraße. Von Oliver Signus 

Die Gemeinde Mainhausen nutzt ein von der Bundesregierung im vergangenen Jahr verabschiedetes Gesetz, um das Projekt zum Bau kostengünstiger Wohnungen in Mainhausen an anderer Stelle realisieren zu lassen. Um den Bau von Wohnraum zu erleichtern und zu beschleunigen, hat die Bundesregierung im Sommer 2017 mehrere Verfahrensregelungen umgestellt, erläutert Bürgermeisterin Ruth Disser. Die Änderung des Paragrafen 13b biete nun die Möglichkeit, vereinfacht Außenbereichsgrundstücke zu Bauland umzuwidmen. In diesem sogenannten vereinfachten Verfahren könne nun der Bebauungsplan aufgestellt werden.

Dank der Gesetzesnovelle, die übrigens nur bis zum 31. Dezember 2019 gilt, eröffneten sich für Mainhausen ganz andere Möglichkeiten. „Daher haben wir uns unverzüglich nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes und vor Einleitung eines Bauleitverfahrens an der Dieselstraße auf die Suche gemacht und eine Fläche gefunden, auf der im vereinfachten Verfahren schnell Baurecht geschaffen werden kann und soll“, führt die Rathauschefin weiter aus.

Dabei ist die Verwaltung nun in Zellhausen fündig geworden. Die neue Fläche befindet sich an der verlängerten Bahnhofstraße, bis zur Feldholzinsel vor dem Gelände des ortsansässigen Schäfers. Dort soll das Projekt der Firma 6M, das im Mai 2017 vorgestellt worden war, baldmöglichst umgesetzt werden.

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Die Fläche ist mit 1 945 Quadratern fast genau so groß wie das Areal in der Dieselstraße, das 2000 Quadratmeter misst. Dort hatte es aber mehrere Probleme gegeben. Das in direkter Nachbarschaft zum Mainflingener Friedhof liegende Grundstück befindet sich in einem Gewerbegebiet. Die Opposition in der Gemeindevertretung hatte unter anderem kritisiert, dass durch die Wohnbebauung Firmen die Möglichkeit genommen werde, sich in Mainhausen anzusiedeln. Zustimmung, mittels einem Erbbaupachtvertrag die Schaffung von Wohnraum in der Dieselstraße zu ermöglichen, gab es im Mai vergangenen Jahres nur von der Mehrheitsfraktion SPD. Schwierigkeiten gab es wegen der umliegenden Bebauung auch mit der Planung der 30 Stellplätze für die 20 Wohnungen. Doch nun ist die Fläche in der Dieselstraße wieder frei, um weiteres Gewerbe anzusiedeln. Inzwischen gibt es laut Ruth Disser verschiedene Interessenten, daher rechnet sie bald mit Kaufangeboten.

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