Anstieg bei illegaler Abfallentsorgung

Kriminalstatistik: Deutlich mehr Rauschgiftdelikte

Mainhausen - Weniger Wohnungseinbrüche und Diebstähle, allerdings mehr Rauschgiftdelikte: Ein insgesamt positives Fazit zieht Bürgermeisterin Ruth Disser nach Sichtung der Kriminalstatistik für die Gemeinde Mainhausen.

Die Auswertung der Kriminalstatistik für die Gemeinde Mainhausen hat positive und negative Aspekte. Zwar ist die Anzahl der Straftaten 2017 gegenüber dem Vorjahr nicht zurückgegangen, „aber es gab einen deutlichen Anstieg bei der Aufklärungsquote“, bilanziert Bürgermeisterin Ruth Disser. Die Anzahl der Einbrüche (Autos, Firmen und Wohnungen) ist von sechs auf fünf zurückgegangen. Die Diebstähle aus Wohneigentum gingen von 19 auf zehn Fälle im Jahr 2017 zurück.

Auf mehr Hilfe aus der Bevölkerung setze die Polizei bei der Aufklärung von Sachbeschädigungen an Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr habe es im Gemeindegebiet 16 Sachbeschädigungen gegeben, das sind doppelt so viele wie noch 2016.

Wie in fast allen hessischen Kommunen sind die Fälle von Rauschgiftdelikten auch in Mainhausen stark angestiegen. Waren es 2016 noch 13, so kletterte diese Zahl im vergangenen Jahr auf 31 Verstöße. Zu diesen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zählen der unerlaubte Anbau (Herstellung), der Handel, die Einführung oder Veräußerung und Abgabe von Drogen.

Polizeibeamte müssen belastbar sein

Der Warenkreditbetrug ist um sieben Fälle gegenüber 2016 (1) gestiegen. Die Vermögens- und Fälschungsdelikte sind rückgängig. Hervorzuheben ist hier die starke Aufklärungsquote der Polizei von über 80 Prozent. Die Umweltdelikte sind ebenfalls gestiegen. Gab es 2016 noch 17 Fälle an illegalen Abfallablagerungen, so waren es im Jahr 2017 schon 23. „Die Kosten für die Entsorgung fließen in die Müllgebühren ein, die die Bürger der Gemeinde mittragen müssen“, so die Verwaltungschefin. Ruth Disser bittet um mehr Aufmerksamkeit und auch um Meldungen solcher Verstöße an das Ordnungsamt. (mho)

Rubriklistenbild: © dpa

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