Mainhausen freut sich über 750.000 Euro

Sparbemühungen endlich gewürdigt

Mainhausen - Selten war die Freude über Post aus Wiesbaden größer: „Wir können jetzt ein Zuschusskontigent in Höhe von 750.000 Euro beantragen“, frohlockt Mainhausens Bürgermeisterin Ruth Disser nach der Entscheidung der Landesregierung, die Hessenkasse auch für die bislang abgelehnte kleinste Kreisgemeinde zu öffnen.

Disser spricht dabei von „hartem Ringen“ und davon, dass im Schreiben aus Wiesbaden nach ihrer Auffassung auch eines deutlich wird: „Es hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten gelohnt, den Belangen und Bedürfnissen unserer Gemeinde so massiv Gehör zu verschaffen. “ Die Ausführungen der 24 Kommunen, die bislang nicht an dem Programm „Hessenkasse“ beteiligt werden sollten, „fanden tatsächlich Niederschlag in dem Gesetzentwurf“. .

Für den stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertretung, den SPD-Fraktionschef Kai Gerfelder, der die Bürgermeisterin im Januar zur Anhörung nach Wiesbaden begleitete, zeigen die nunmehrigen Ausführungen von Finanzminister Thomas Schäfer, „dass die sparsame Haushaltsführung der letzten Jahre endlich eine Würdigung durch den Landesgesetzgeber erfährt.“

Wie diese Mittel nun verwendet werden sollen, weiß die Bürgermeisterin schon: „Wir bereiten einen Nachtragsetat vor, um auf die eingetretenen Veränderungen reagieren zu können. Dort werden wir dann auch den Investitionszuschuss veranschlagen, was dazu führt, dass wir die dringend erforderliche Dachsanierung ebenso wie die neue Lüftung und Heizung an der Sporthalle im Ortsteil Zellhausen in diesem Jahr in Angriff nehmen können, ohne ein Darlehen aufzunehmen.“ (mho)

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