Praktische Kompetenz

Don-Bosco-Schüler erproben Berufsfelder in der „TalenteWerkstatt“

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Zertifikate und Kompetenzprofile: Don-Bosco-Schüler mit Projektleiterin Grund (l.) und Lehrer Jörg Dreßen (hinten)

Der Übergang von der Schule zur Ausbildung ist eine wichtige Phase im Leben junger Menschen. Doch noch immer endet der Berufswahlprozess oft mit Ausbildungsabbrüchen. Viel zu oft, sagt Daniela Grund, Projektleiterin der „TalenteWerkstatt“ in Hanau.

Ostkreis – Sie vermittelte 26 Schülern der Seligenstädter Don-Bosco-Schule, Schule mit Förderschwerpunkt Lernen, deshalb in einem zweiwöchigen Kurs ein sehr umfangreiches Bild ganz unterschiedlicher Berufe.

„Seit 2011 nutzen wir die ,TalenteWerkstatt‘, um unsere Achtklässler verschiedene Berufe ausprobieren zu lassen. Zusammen mit der Kompetenzfeststellung im Jahrgang 7 kann jeder Schüler eine Vorstellung seines weiteren beruflichen Werdeganges entwickeln“, so Jörg Dreßen, Leiter der Berufsorientierungsstufe der Don-Bosco-Schule. Die jungen Leute können mit sehr hohem Praxisanteil auch Berufe kennenlernen, für die sie sich beim Schülerbetriebspraktikum nicht interessiert hatten, so Dreßen weiter.

Damit für die Schüler ein wirklichkeitsnahes und sicheres Arbeiten und Erproben möglich ist, sollen die Berufsfelder in adäquat ausgestatteten Fachräumen und Werkstätten durchgeführt werden, sagt Daniela Grund, die in diesem Zusammenhang die regionalen Förderer (Pro-Region-Stiftung, Peter-Fuld-Stiftung Frankfurt, Bürgerstiftung Hanau, IHK sowie die Firmen Ingenieur-Team Sältzer Bruchköbel und Boxenstopp Lilienthal Hanau) ausdrücklich lobte.

26 Schüler der Don-Bosco-Schule durchliefen in drei Gruppen die Berufsfelder Metall, Holz, Ernährung, Farbe/Raum, Bau, Garten und Landschaft, Textil, Gesundheit, Erziehung und Soziales, Kosmetik und Körperpflege, Wirtschaft und Verwaltung und Verkauf. Dabei führten erfahrene Ausbilder und Anleiter sie in die Anforderungen der Branchen ein und beobachteten sie bei der Arbeit an einem Projekt, um die Stärken und Kompetenzen festzustellen. Die Erstellung eines dazugehörigen ausführlichen Kompetenzprofils gibt es in keiner Berufsorientierungsmaßnahme der Region.

Schüler und Lehrkräfte sind hochzufrieden mit dieser praktischen Erprobung der Berufsfelder. „Es werden von ihnen andere Kompetenzen gefordert als in der Schule. Leistungsschwache Schüler können mit ihren praktischen Kompetenzen auftrumpfen. Andere Schüler genießen es, neue und unbekannte Aufgaben aus der Arbeitswelt zu lösen“, berichteten Sarah Weidert, Klassenlehrerin 8a, und Jörg Dreßen, Klassenlehrer 8b. Bei vielen Teilnehmern ist nach den beiden Wochen eine deutlich positive Entwicklung zu beobachten, und das nicht nur bezüglich der Berufsorientierung“, so die Pädagogen.

Beim feierlichen Abschluss der Veranstaltung stellten die Schüler ihren Eltern in Form von Power-Point-Präsentationen die Praxisfelder vor. Anschließend überreichten Projektleiterin Daniela Grund und Jörg Dreßen die Zertifikate/Kompetenzprofile, die die individuellen Stärken und Talente der Schüler ausführlich spiegeln. Mit einem präziseren Selbstbild und neuen Zielen für die eigene Zukunft beendeten die Schüler die Zeit in der Talente-Werkstatt. „Damit ist die Don-Bosco-Schule den Erfordernissen des neuen Erlasses zur Berufs- und Studienorientierung nachgekommen, die es ermöglichen, den Prozess zur Erlangung des hessischen Gütesiegels für hervorragende Berufs- und Studienorientierung zu erfüllen“, erläuterte Reinhold Maisch, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftskunde, der auch bei Schule Wirtschaft Osthessen an der operativen Umsetzung des Gütesiegels beteiligt ist.  

mho

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