Mainhausen kauft 85 Hektar Land

Campingplatz will sich ausbreiten

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Für 19 000 Euro wird die Gemeinde Eigentümerin von Flächen in Mainflingen. Ein Teil eignet sich zur Erweiterung des Campingplatzes.

Die Gemeindevertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung dem Kauf von knapp 85 Hektar Fläche in der Gemarkung Mainflingen zugestimmt.

Mainhausen – Eigentümer sind die Bergisch-Westerwälder Hartsteinwerke (Zweigniederlassung der Basalt-Actien-Gesellschaft), die ihr das Areal zum Kauf angeboten hatte. Die Kommune bezahlt dafür 19 000 Euro.

Im Wesentlichen handele es sich um Grundstücke rund um das Naturschutzgebiet Bongsche Kiesgrube und Mainufer bei Mainflingen, erläutert Frank Kollmus, Vorsitzender der Betriebskommission des Eigenbetriebs Campingplatz und Badeseen. Enthalten sei aber auch ein Areal, das für den Eigenbetrieb interessant sei. „Es liegt außerhalb des Naturschutzgebiets und könnte zur Erweiterung des Campingplatzes dienen“, führte Kollmus in der Antragsbegründung aus. Eine entsprechende Änderung des Regionalen Flächennutzungsplans sei vom Regionalverband bei der laufenden Fortschreibung beabsichtigt. Die Grundstücke verkaufe das Unternehmen jedoch nicht einzeln, sondern nur im Paket.

Die Betriebskommission habe in ihrer Sitzung am 7. November eine Erweiterung des Campingplatzes grundsätzlich befürwortet und sich deshalb für den Kauf des Flurstücks ausgesprochen, da nur in dieser Richtung eine Erweiterung möglich sei. „Auf den anderen Seiten ist aufgrund der angrenzenden Nutzungen (Sportgelände, Angelsee, Naturschutzgebiet) keine Erweiterung möglich“, erläuterte Kollmus. Da die Gemeinde Eigentümer aller vom Eigenbetrieb genutzten Grundstücke sei, solle sie auch dieses kaufen. Die Nutzung durch den Eigenbetrieb könne anschließend in einem internen Vertrag geregelt und finanziell ausgeglichen werden.

Die Pflege des Naturschutzgebiets obliege dem Forstamt Langen in Abstimmung mit der Oberen Naturschutzbehörde. Das Forstamt würde es auf Anfrage „grundsätzlich begrüßen“, wenn die Flächen des Naturschutzgebiets ins Eigentum der Gemeinde und damit der öffentlichen Hand kämen.

In der Verantwortung der Gemeinde liege lediglich die Verkehrssicherungspflicht für die Wege innerhalb des Naturschutzgebiets. Für den Mainuferweg sei dies schon immer der Fall, da ihn die Gemeinde und der Umlandverband Frankfurt bauen ließen. Hinzu kommt lediglich ein Weg innerhalb des Naturschutzgebiets, den ebenfalls die Gemeinde habe anlegen lassen. „Zu den Verkehrssicherungspflichten kommt noch das Risiko möglicher Altlasten im Gebiet, das nie auszuschließen ist“, so Kollmus abschließend.

VON OLIVER SIGNUS

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