Disser: Großprojekt Bürgerhaus Zellhausen

Lebensmittelmarkt noch in diesem Jahr

Mainhausen - Bilanz zog Ruth Disser nach ihrer dritten Vereidigung als Mainhausens Bürgermeisterin in der Feierstunde am Dienstagabend im Bürgerhaus Zellhausen.

Wer denke, sie habe sich in den beiden Amtsperioden an alles gewöhnt, der liege falsch, sagte die Bürgermeisterin in ihrer Ansprache: „Auch dieser dritte Amtseid ist für mich etwas ganz Besonderes“. Disser kündigte an, sie werde all ihre Energie und Kraft einsetzen, „um die Zukunft unserer Gemeinde möglichst gut zu gestalten“. Neben ihren politischen Freunden finde sie dabei in ersten Linie Halt bei ihrem Ehemann Michael, ihrer Familie sowie einigen wenigen nahestehenden Personen. Viel gelernt habe sie aber auch im Umgang mit den Fraktionen in der Gemeindevertretung. Nach wie vor hoffe sie auf sachliche Zusammenarbeit mit allen Vertretern. Mit Blick auf die Bürgermeisterwahl 2015 griff sie freilich auch ein dunkles Kapitel auf. Mit „Unterstellungen, Halbwahrheiten, teilweise auch gezielten Unwahrheiten“ sei sie konfrontiert gewesen - für Disser Vorfälle, die die allgemeine Politikverdrossenheit weiter stärken.

In den vergangenen zwölf Jahren habe die Gemeinde unter ihrer Leitung ohne Neuverschuldung viel investiert, habe dabei, so Disser mit sichtlichem Stolz, sogar Schulden abgebaut. Sie kündigte an, auch weiterhin in den Erhalt gemeindlicher Gebäude zu investieren, das nächste Großprojekt sei das Bürgerhaus Zellhausen.

Zum Abschluss gebracht worden seien die Bauleitplanung des manroland-Wohnbaugeländes in Mainflingen. Dort werde noch in diesem Jahr ein Lebensmittelversorger („Tegut“) auf der früheren Parkfläche einen Markt eröffnen. Beendet sei zudem die Erschließung des Zellhausener Gewerbegebiets. Noch nicht ganz zufriedenstellend sei die Breitbandversorgung, doch baue sie auf eine entsprechende Initiative des Kreises. Auch bei der Wirtschaftsförderung sei ein Kreis-Gemeinschaftsprojekt erfolgversprechend.

Welchen Lebensmittel-Ketten die Verbraucher vertrauen

Dem derzeit brisantesten Thema, der Flüchtlingsunterbringung, widmete Disser einen Großteil ihrer Ansprache. Kritik übte sie an bestimmten Medien, die Ängste schürten und Stimmungsmache unterstützten. Dagegen versuche die Gemeinde Mainhausen das Beste aus der Situation zu machen. Und da sei das ehrenamtliche Engagement im „Sozialen Netzwerk Mainhausen“ vorbildlich - reiche von Deutsch-Kursen bis hin zur Begleitung bei Arzt- oder Behördenterminen. Statt Schubladendenken, Klientelpolitik oder Selbstdarstellung gelte: „Wir suchen immer das direkte Gespräch, und wir vermitteln, wo immer das geht“. (mho)

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