Arbeitsgruppe und Gemeinde hoffen auf Lösung

Mainhausen: Mountainbike-Hindernisstrecke „Bunkertrailz“ im Wald wegen mangelnder Verkehrssicherheit gesperrt

Ins Bild ragendes Fahrrad auf einer Hindernisstrecke rund um die Bunkeranlagen im Wald bei Mainhausen.
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Illegale Hindernisstrecke rund um die Bunkeranlagen im Wald: Verkehrssicherheit nicht gegeben.

Den „Bunkertrailz“, eine seit Jahren bei Jung und Alt beliebte Mountainbike-Hindernisstrecke, in einem gemeinsamen Kraftakt zu legalisieren, das ist das Ziel einer Radler-Arbeitsgruppe und der Gemeinde Mainhausen.

Mainhausen – Vor Jahren errichteten Mountainbiker rund um die alten Bunkeranlagen im Mainhäuser Wald eine Hindernisstrecke. Dies zunächst ohne Kenntnis und Billigung offizieller Stellen, zu denen neben der Gemeinde Mainhausen auch Hessen-Forst und die Untere Naturschutzbehörde zählen. Die Arbeitsgruppe „Bunkertrailz Mainhausen“, fahrradbegeisterte junge Leute, bemüht sich nun, die Strecke zu legalisieren. Frank Buchholz, Marco Kaiser und Markus Herr haben sich zu diesem Zweck mit dem Bauamt und Bürgermeister Frank Simon zu einem intensiven Austausch getroffen.

Kürzlich kam es auf Initiative Simons zu einem erneuten, diesmal erweiterten Treffen, an dem neben der AG Bunkertrailz auch Vertreter von Hessen-Forst und der AG Fledermaus- und Amphibienschutz (AgFA) teilnahmen. Die AgFA betreibt Fledermausunterkünfte in den stillgelegten Bunkeranlagen rund um das Areal und möchte sie in Zukunft auf weitere Bunker ausweiten.

Nach einem intensiven Austausch unter strengen Hygienemaßnahmen im Bürgerhaus Mainflingen stand ein Vor-Ort-Termin im Wald auf dem Programm. Dort wurden auf konstruktive Weise die aktuellen Probleme angesprochen, aber auch Lösungswege aufgezeigt. Negativ fällt allerdings die Bewertung der spezifischen Situation aus. Im Bereich der Mountainbike-Anlage befinden sich viele schadhafte Bäume, auch verlaufen die illegal angelegten Routen abseits der zulässigen Wege. Damit ist die erforderliche Verkehrssicherheit nicht gegeben. Bei einer weiteren Duldung trüge die Gemeinde Mainhausen bei einem etwaigen Unfall das volle Risiko. Aus diesem Grund lässt Bürgermeister Frank Simon das Betreten und Befahren des Geländes verbieten, bis Rechtssicherheit geschaffen ist. „Persönlich finde ich dies sehr schade und hoffe auf eine Lösung zum Erhalt der Strecke für die Jugendlichen aus Mainhausen und der nahen Umgebung.“

Auch die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft bedauern die rechtliche Situation, tragen die Entscheidung aber aufgrund der Umstände mit. „Leider bleibt der Gemeinde zunächst keine andere Wahl als die Sperrung. Positiv stimmt uns aber das Engagement von Bürgermeister Simon und seines Verwaltungsteams, um eine Lösung zu finden“, so Frank Buchholz stellvertretend für die Arbeitsgruppe Bunkertrailz.

Im nächsten Schritt sind gemeinsame Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Offenbach vorgesehen, um die weiteren Möglichkeiten im nicht einfachen Verfahren zu besprechen. Auch der Kontakt zwischen der AG Bunkertrailz und der AgFA konnte intensiviert werden. Gemeinsam wollen sie an der Ertüchtigung weiterer Fledermausunterkünfte in den Bunkern arbeiten.

Künftig wird das Areal mit Hinweisschildern, die auf das Betretungsverbot aufmerksam machen, ausgestattet. Das Ordnungsamt kündigte Kontrollen an.  (mho)

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