Mainhausen: UWG sieht hingegen weiteres Einsparpotenzial

Disser: Verwaltung personell am Limit

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Mainhausen - Die Gemeindeverwaltung will nicht weiter Mitarbeiter abbauen. In der jüngsten Sitzung lehnte die SPD-Mehrheit einen Antrag der UWG-Fraktion ab, die ein Personalentwicklungskonzept fordert. Von Oliver Signus 

„Es ist noch Luft für Kürzung beim Personal“, meinte Gerald Wissler in der Antragsbegründung der Unabhängigen Wähler. Für eine weitere Reduzierung sei es nötig, die Mitarbeiter flexibler einzusetzen und die Einsatzbereiche zu erweitern. Wissler rechnete des Weiteren vor, dass die Mitarbeiter der Verwaltung die Gemeinde jährlich mehr als 3,7 Millionen Euro (inklusive Vorsorgeaufwendungen) kosteten. Dies seien etwa 21 Prozent der Gesamtaufwendungen der Kommune (knapp 17,6 Millionen Euro). Aufgrund der Sparvorgaben der Landesregierung „werden auch hier in Zukunft Einsparungen unerlässlich sein“, so die UWG in ihrem Antrag.

Bürgermeisterin Ruth Disser lehnte einen weiteren Einschnitt kategorisch ab: „Wir sind am Limit angelangt“, betonte sie und wies darauf hin, dass die Gemeinde bereits Personal abgebaut habe. Außerdem „läuft es“ in der Verwaltung, die Mitarbeiter seien längst in vielen Bereichen einsetzbar, qualifizierten sich in Fortbildungen. „Wenn die UWG ein Personalentwicklungskonzept will, muss sie auch Mittel einstellen“, sagte Disser mit Blick auf dann entstehende Kosten. Die Verwaltung beschäftigt derzeit etwa 85 Mitarbeiter (Voll- und Teilzeit). Unterstützung für ihren Vorstoß fand die UWG nicht, CDU und FDP enthielten sich.

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