Landkreis Offenbach

Jugendliche pfeifen mehrfach auf Corona-Regeln - Satte Strafe kommt

Ordnungshüter kontrollieren die Einhaltung der Corona-Auflagen. Verstöße werden geahndet und mit empfindlichen Geldbußen bestraft.  
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Ordnungshüter kontrollieren die Einhaltung der Corona-Auflagen. Verstöße werden geahndet und mit empfindlichen Geldbußen bestraft. symbol

Sie wollten einfach nicht lernen: Drei Jugendliche aus Mainhausen im Landkreis Offenbach werden wegen wiederholter Verstöße gegen die Corona-Regeln zur Kasse gebeten. Einer legte Widerspruch ein.

Ostkreis – Beim dritten Mal riss den Mainhausener Ordnungspolizisten der Geduldsfaden: Weil sich drei Jugendliche in Zellhausen wiederholt trafen, obwohl die Corona-Auflagen nur Zusammenkünfte von Personen aus maximal zwei Haushalten erlauben, haben sie jetzt deftige Strafen aufgebrummt bekommen. Den Jugendlichen, die aus unterschiedlichen Familien stammen, stellte das Gesundheitsamt des Kreises Bußgeldbescheide in Höhe von jeweils 228,50 Euro (200 Euro Strafe, 28,50 Euro Gebühren) zu. Dagegen hat nun die Familie eines 16-Jährigen Einspruch eingelegt.

Jugendliche aus dem Landkreis Offenbach wurden schon zuvor auffällig

Der Fall ereignete sich bereits am 6. November im Mainhausener Ortsteil. Wie Carmen Baier vom Ordnungsamt mitteilt, war das Trio in den Tagen zuvor bereits mehrfach aufgefallen. Die Ordnungshüter seien bei der Auslegung der strengen Regelungen großzügig gewesen und hätten die Heranwachsenden zunächst ermahnt und auf die Verordnung hingewiesen. Nachdem sie sie aber erneut ignoriert hätten, sei das Bußgeld fällig geworden.

Kreissprecherin Ursula Luh bestätigte, dass alle drei Jugendlichen zur Kasse gebeten werden und dass in einem Fall Einspruch erhoben wurde. Näheres wollte sie mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht sagen.

Corona-Regeln im Kreis Offenbach: Dutzende Verstöße seit März

Die im Kreis geahndeten Verstöße gegen die Corona-Regeln laufen in der im März eingerichteten Ordnungswidrigkeitsstelle (OWI) auf. Angesiedelt ist die Stelle beim Gesundheitsamt, die Fälle werden im Falle von Einsprüchen aber an die juristische Abteilung weitergeleitet. Seit März hat es in Seligenstadt 78, in Mainhausen 22 und in Hainburg 17 Verstöße gegen die Regeln gegeben. Das kollidiert mit der Aussage von Hainburgs Bürgermeister Alexander Böhn, der gestern meinte, in seiner Gemeinde seien keine Verstöße bekannt. „In der Regel lässt sich hier vieles durch Ansprache und Aufklärung lösen, so gehen wir auch bei Hinweisen durch die Bevölkerung vor“, erläutert der Rathauschef.

In Seligenstadt haben Ordnungspolizisten laut einer Sprecherin der Verwaltung „etliche“ Verwarnungsgelder ausgesprochen und kassiert. Dabei habe es sich durchweg um Verstöße gegen die Maskenpflicht gehandelt. Diese Verstöße tauchen nur dann in der Statistik des Kreises auf, wenn ein Verfahren eingeleitet werden muss, da der Ertappte zum Beispiel nicht in der Lage ist, die „Barverwarnung“ an Ort und Stelle zu entrichten, weil er nicht genug Geld dabei hat. (Oliver Signus)

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