Bericht des Sozialen Netzwerks Mainhausen

Schwierige Wohnungssuche für Flüchtlinge

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Das Soziale Netzwerk Mainhausen hat seinen Bericht vorgelegt.

In Mainhausen leben derzeit (Stand Februar) 93 Flüchtlinge mit unterschiedlichem Status. Dies geht aus einem Bericht hervor, den Bürgermeisterin Ruth Disser dieser Tage vorlegte.

Wie Bürgermeisterin Ruth Disser in ihrem Bericht des Sozialen Netzwerks Mainhausen an die Gemeindevertreter erläuterte, haben seit dem letzten Bericht vom September 2018 sieben Personen die kleinste Kreiskommune verlassen. Seit Anfang des Jahres erfolgten nur vereinzelt Zuweisungen.

26 Menschen ist ein Flüchtlingsstatus zuerkannt worden; 32 Personen sind mit ihrem Antrag auf Zuerkennung gescheitert; bei 30 Personen besteht Abschiebeverbot. Fünf Personen wurde ein subsidiärer Schutz zugesprochen. Das bedeutet, dass sie laut Genfer Flüchtlingskonvention nicht abgeschoben werden dürfen, da ihnen in ihrem Heimatland Gefahr droht (Folter, Todesstrafe, Verfolgung).

Die Flüchtlinge verteilen sich auf zehn Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnungen, die meisten (acht) sind von der Gemeinde angemietet, zwei stellt der Kreis zur Verfügung. Heute endet der Mietvertrag für die Unterkunft Babenhäuser Straße 11 aus. Laut Ruth Disser wurde der Kontrakt nicht verlängert, weil das Haus in einem sehr schlechten baulichen Zustand ist. Es wird heute an den Eigentümer übergeben. Zwei Bewohner wurden in der Lessingstraße untergebracht, eine in der Martinstraße. Eine weitere Person bewohnt mittlerweile eine Privatwohnung. Eine Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Ringstraße wurde im vergangenen Jahr aufgelöst.

Schwierig gestaltet sich auf dem angespannten Immobilienmarkt die Wohnungssuche für anerkannte Flüchtlinge. Besonders betroffen sind laut Ruth Disser Familien mit Kindern.

Einige Menschen haben einen Arbeitsplatz oder eine Praktikumstelle gefunden. Zudem besuchen zahlreiche Personen Integrationskurse.

Dank des Engagements von Freiwilligen kann das Soziale Netzwerk weiterhin Deutschkurse anbieten. Dazu gehören ein Seminar zur Alphabetisierung, ein Anfänger- sowie ein Fortgeschrittenenkurs. Beim Freitagstreff gibt es Gelegenheit, sich auszutauschen und die deutsche Sprache zu üben. Unterstützung bei Hausaufgaben können beim Treff auch Personen bekommen, die einen Schulabschluss anstreben oder an den Integrationskursen teilnehmen. In Planung ist ein monatlicher Treff im Ortsteil Mainflingen für alle interessierten Frauen.

Auch für dieses Jahr will das Soziale Netzwerk Mainhausen Fördermittel aus dem Programm „Sport und Flüchtlinge“ des Landes Hessen beantragen. Im vergangenen Jahr konnten mit dem Geld auch Vereine (TSG Mainflingen, TG Zellhausen) unterstützt werden, in denen Flüchtlinge aktiv sind. Klaus Pannek betreut als Trainer weiterhin das Angebot „Integration und Sport“. (sig)

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