Attraktivität des Jobs erhöhen, Abwanderung vermeiden

Mehr Geld für Erzieherinnen

Gehaltssteigerungen von 75 bis 450 Euro monatlich für Kita-Erzieherinnen und -Erzieher will die SPD-Mehrheit in der Gemeindevertretung beschließen.
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Gehaltssteigerungen von 75 bis 450 Euro monatlich für Kita-Erzieherinnen und -Erzieher will die SPD-Mehrheit in der Gemeindevertretung beschließen. (Symbolfoto)

Der Großteil an Mainhausens Erzieherinnen und Erziehern hat gute Aussicht auf eine Gehaltssteigerung.

Mainhausen – Die SPD Mainhausen, so ihr Fraktionschef Kai Gerfelder im Vorfeld der Gemeindevertretersitzung am morgigen Dienstag (19.30 Uhr, Bürgerhaussaal Mainflingen), werde die Forderung nach Einführung einer Arbeitsmarktzulage für die Angestellten der Gehaltsgruppe S8a in den Kindertagesstätten unterstützen. „Mit der Arbeitsmarktzulage können mehr als 90 Prozent der entsprechenden Personen - je nach Berufserfahrung und Kita-Zugehörigkeit - mit Gehaltssteigerungen in einer Größenordnung von etwa 75 bis 450 Euro monatlich rechnen. Die erhöhte Vergütung soll rückwirkend zum 1. Januar erfolgen und zunächst bis zum Auslaufen des gültigen Tarifvertrages am 31. Dezember gelten “, sagt Gerfelder.

Mit der Arbeitsmarktzulage habe der Verband der Kommunalen Arbeitgeber ein Instrument geschaffen, die Attraktivität des Berufes zusätzlich zu erhöhen, so Gerfelder weiter. Die Personalgewinnung werde wegen starker Nachfrage und fehlendem Arbeitskräfteangebot immer schwieriger. Zudem bestehe die Gefahr, dass qualifiziertes Personal aufgrund von Zulagen und Boni in anderen Kommunen die Mainhäuser Einrichtungen verlasse, wenn nicht entsprechend reagiert wird. „Da wir weiterhin als oberstes Ziel verfolgen, den stets steigenden Anforderungen an ein bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot gerecht zu werden, ist dies ein wichtiger Baustein. Nicht nur für die Beschäftigten, sondern genauso für die Familien“, erläutern Felicitas Mohler-Kaczor und Annekathrin Uecker, SPD-Kandidatinnen für die Kommunalwahl, Sinn und Zweck der Zulage. Im Haushalt der Gemeinde schlägt die Arbeitsmarktzulage mit zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von rund 100 .000 Euro zu Buche. Da auch die Fachkräfte der freien als auch der kirchlichen Träger integriert werden sollen, sind weitere Ausgaben von rund 40. 000 Euro zu erwarten.

Selbstverständlich müsse die Entgelterhöhung auch für die Beschäftigten der Partner, also in den Einrichtungen Sankt Kilian, Sankt Wendelinus und Villa Kunterbunt, erfolgen, um Konkurrenzsituationen zu vermeiden. „Außerdem stehen wir für ein gerechtes Nebeneinander der pädagogischen Konzepte. Deshalb soll auch mit diesen Trägern schnell eine Einigung im Interesse der Beschäftigten und letztlich aller Eltern Mainhausens erzielt werden“, so der Diplom-Sozialarbeiter Benjamin Schlett-Salchow, ebenfalls SPD-Kandidat. (mho)

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