Mehr als 100 Jahre Tradition

Historische Straßenlampen

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In der Reihe „Mainhausen im Dialog“ hat die SPD-Fraktion die Firma Trapp im Ortsteil Zellhausen besucht.  

Mainhausen - In der Reihe „Mainhausen im Dialog“ hat die SPD-Fraktion die Firma Friedhelm Trapp besichtigt. Das Unternehmen produziert historische Straßenbeleuchtung und verbindet dabei traditionelle Handwerkskunst mit moderner Dienstleistung.

Europaweit führend produziert das Zellhäuser Unternehmen Friedhelm Trapp GmbH historische Straßenbeleuchtung mit gasbetriebenen Leuchtenköpfen, die in vielen Altstädten der Republik zum Einsatz kommen. Auch moderne LED-Beleuchtungstechnik bietet Trapp an. Darüber hinaus werden individuelle Stadtmöblierungen – etwa Poller mit Initialen oder Stadtwappen – hergestellt.

Im Jahr 1889, so erzählt die Firmengeschichte auf der Homepage, startet die Firma Record-Werke Ernst Hess mit der Herstellung von Einzelteilen für Werkzeugmaschinen und Schaltgeräten für die Gasbeleuchtung. Mit der zunehmenden Verbreitung der Gas-Straßenbeleuchtung in Deutschland und Europa beginnt die Ausweitung der Produktion von Druckwellenschaltgeräten. Im Zuge der Umstellung von Stadtgas auf Erdgas Ende der sechziger Jahre setzt sich die Entwicklung mit dem Einbau von druckwellenlosen Schaltgeräten für den Betrieb mit Zündflamme fort. Im Jahr 1968 fängt Friedhelm Trapp als Betriebsleiter bei den Record-Werken an und übernimmt diese nach Ausscheiden des Firmeninhabers 1974.

Eine elementare Veränderung bedeutet die Ausweitung auf die komplette Herstellung von Außenleuchten nach historischen Vorbildern für den elektrischen und den Gasbetrieb. Waren es bisher nur Elemente der Gas-Straßenbeleuchtung, so etablierte sich die Firma mit der Herstellung komplexer elektrifizierter Straßenleuchten auf den deutschen und internationalen Märkten. Mit der Aufnahme von modernen Straßenleuchten und Stadtmöblierungs-Elementen in das Lieferprogramm erfuhr das Unternehmen eine umfassende Erweiterung.

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Als moderne Variante gibt es die Leuchten auch mit neuester LED-Technik – durch Form und Lichtfarbe wird die Verbindung zur historischen Gas-Beleuchtung aufrecht erhalten. Geschäftliche Beziehungen unterhält die Firma unter anderem nach Schweden, Island, Russland, in die Schweiz und nach Spanien.

Für die Besucher der SPD-Fraktion waren die Werkstätten am faszinierendsten, wo alte Straßenleuchten in handwerklicher Kleinarbeit revitalisiert oder mit neuer Technik reproduziert werden. „Die Anwesenheit von innovativen Unternehmen im Dienstleistungs-, Industrie- und Handwerkssektor beweist, dass Mainhausen ein attraktiver Wirtschaftsstandort ist“, betont SPD-Fraktionsmitglied Amir Shaikh. „Mit dem anstehenden Glasfaserausbau werden wir diesen Standort nachhaltig stärken.“ (red)

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