Ermittler tappen weiter im Dunkeln

Mord an Fedele M.: Verdächtige aus Haft entlassen

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Am 8. November 1992 wurde Fedele M. in einer Mainflinger Pizzeria erschossen.

Mainflingen - Vor gut 23 Jahren wird der 18-jährige Fedele M. in einer Pizzeria erschossen. Im vergangenen Herbst wendet sich die Polizei erneut an die Öffentlichkeit und bittet um Hinweis - mit Erfolg: Die Beamten nehmen zwei Verdächtige fest. Doch der Verdacht erhärtet sich nicht.

Vor gut 23 Jahren wird der 18-jährige Fedele M. in einer Pizzeria in Mainflingen erschossen. Im vergangenen Herbst liegt der Fall erneut auf dem Tisch der Ermittler, sie wenden sich an die Öffentlichkeit und bitten um Hinweise - mit Erfolg: Anfang November nehmen die Beamten zwei mögliche Täter fest. Zeugenhinweise bringen die Polizei damals auf die Spur. Was seitdem nicht bekannt wird, die beiden mutmaßlichen Täter sind längst wieder auf freiem Fuß. „Ein Tatverdacht hat sich nicht konkretisieren lassen“, erklärt der Hanauer Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze. Die Ermittlungen gegen die Tatverdächtigen seien bereits im Herbst eingestellt worden. Auf Nachfrage schildert Heinze, dass die Polizei den neuen Zeugenhinweisen natürlich nachgegangen sei und daraufhin die beiden Verdächtigen festgenommen habe. Allerdings habe sich dies als „Fehlspur“ herausgestellt. „Die Ermittler tappen leider weiter im Dunkeln“, so der Oberstaatsanwalt.

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Rückblick: Es war am 8. November 1992 um kurz vor Mitternacht, als der Wirt der am Ende der Hauptstraße gelegenen Pizzeria „Italia“ in Mainflingen in der Küche seinen Angestellten Fedele M. bewusstlos auf dem Boden liegend vorfand. Der junge Mann hatte an einem Auge eine kleine Schramme - sonst wies nichts darauf hin, warum der 18-Jährige zusammengebrochen war. Erst im Krankenhaus stellten die Ärzte fest, dass der Eingelieferte offenbar angeschossen wurde. Die kleinkalibrige Kugel hatte beim Eindringen in den Körper den Kratzer unter dem Auge verursacht und danach im Gehirn die tödlichen Verletzungen herbeigeführt. Die sofort aufgenommenen Ermittlungen der Kripo führten zu keiner konkreten Spur. Zunächst nahmen die Ermittler an, dass der Schuss von außerhalb durch das offene Küchenfenster abgegeben wurde. Zum Tatzeitpunkt war es draußen stockdunkel, der junge Mann stand jedoch im hellen Licht und war somit als Ziel gut erkennbar.

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In den vergangenen Monaten haben die Kripobeamten die alten Akten wieder herausgekramt: Dabei stießen sie auf verschiedene Umstände, die die Frage aufwerfen, ob damals der tödliche Schuss von außen durch das Fenster oder von einer anderen Stelle abgegeben wurde. Die Kripo bittet weiterhin Augen- oder Ohrenzeugen sich entweder unter 069/8098-1234 in Offenbach oder unter 06181/100-123 in Hanau zu melden.

(dani)

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