St. Kilian und St. Wendelinus

Neues Pastoralteam: Katholische Pfarrgemeinden in Mainhausen feiern Einführungsgottesdienst

Das neue Pastoralteam wurde eingeführt. Es feierten Pfarrvikar Ludwig Siemes (von links), Diakon Siegfried Schnöring, Pfarrer Stefan Selzer und Dekan Dieter Bockholt.
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Das neue Pastoralteam wurde eingeführt. Es feierten Pfarrvikar Ludwig Siemes (von links), Diakon Siegfried Schnöring, Pfarrer Stefan Selzer und Dekan Dieter Bockholt.

Von Priestermangel konnte am Samstagabend in Mainhausens katholischen Pfarrgemeinden Sankt Kilian und Sankt Wendelinus keine Rede sein: Bei der Einführung des neuen Pastoralteams im Auftrag von Bischof Peter Kohlgraf waren sechs geistliche Würdenträger sowohl in Mainflingen als auch in Zellhausen als gemeinsame Zelebranten mit dabei.

Mainhausen – Das altersbedingte Ausscheiden des langjährigen Pfarrers beider Mainhausener Pfarrgemeinden, Bernhard Gugerel, Ende Juni machte im Einklang mit dem organisatorisch vorgesehenen Pastoralen Weg der Entwicklung und Erneuerung, nun eine personelle Neuausrichtung erforderlich. Diese wurde am Wochenende nun offiziell bei getrennten Einführungs-Messen in den Pfarrkirchen der beiden Ortsteile vollzogen.

Dekan Pfarrer Dieter Bockholt begrüßte jeweils nicht nur die gespannte Schar von Gläubigen in den beiden Gotteshäusern unter dem Liedtitel „Ein Haus von Glorie schauet“. Er übergab und verlas auch offiziell die Ernennungsurkunde und den Hirtenbrief von Bischof Peter Kohlgraf, rückwirkend zum 1. Juli an den neuen Pfarr-Administrator, Pfarrer Stefan Selzer aus Seligenstadt.

„Ich möchte Ihnen allen Mut machen, den Weg der Erneuerung mitzugehen und auch den Pfarradministrator in seinem Wirken zu unterstützen.“ Das war eine Kernbotschaft von Bischof Peter Kohlgraf, der dabei um die neue aktive Mitgestaltung des Pastoralen Wegs im aktuellen Dekanat und bei den Katholiken des Bistums warb, und allen bisherigen und derzeitigen Aktiven dankte. Gerade im Hinblick auf veränderten gesellschaftlichen Lebensbedingungen und die heutigen Bedürfnisse der Gläubigen sowie in den zu suchenden neuen Wegen der Kommunikation mit ihnen.

Bezüglich des Wie des künftigen Glaubenslebens: „Der Pastorale Weg steht unter dem Motto des Teilens“ – dies sei auch am Bistumspatron, dem Heiligen Martin, als Vorbild erkennbar, so Kohlgraf.

Dekan Bockholt bei der Schlüsselübergabe der Pfarrkirche St. Kilian an Pfarrer Stefan Selzer (links).

Selzer gab dem Dekan das nach kirchlichem Recht erforderliche Amtsversprechen, erklärte seine Bereitschaft für das verantwortungsvolle Amt in allen notwendigen Belangen. Unterstützt wird Selzer dabei, ebenfalls seit 1. Juli, von dem ernannten Pfarrvikar, Pfarrer Ludwig Michael Siemes. Beide behalten ihre Aufgaben in Seligenstadt in der Basilikapfarrei weiter bei.

Weiterer Pfarrvikar für Mainhausen und Seligenstadt ist seit dem 1. August Pfarrer Winfried Disser, der aus seiner Zeit in Hainstadt in der Region kein Unbekannter ist. Auch diese Besetzungen gingen aus der Bischofs-Urkunde hervor.

Der neue Pfarr-Administrator Stefan Selzer erhielt zudem symbolisch und auch tatsächlich von Dekan Bockholt, und der Pastoralen Mitarbeiterin Elisabeth Koch den Schlüsselbund für die kirchlichen Gebäude – „und die Herzen der Menschen“. Zudem als Buchgrundlage das Evangeliar, um gut gerüstet die frohe Botschaft verkünden zu können, sowie von Diakon Siegfried Schnöring die Gabenschalen für Brot und Wein.

Ein weiterer Mitzelebrant war Diakon Cornelius Agbo, ebenfalls aus Seligenstadt. Die Wendelinus-Schola begleitete den sehr feierlichen Gottesdienst musikalisch. Von den pfarrgemeindlichen Gremien freuten sich unter anderem Tobias Herr aus Zellhausen und Jutta Wiegand aus Mainflingen auf eine gute, fruchtbringende Zusammenarbeit mit dem neuen Pastoralteam.

Die Erleichterung der Pfarrgemeinde über eine Neubesetzung und Beendigung der Vakanz war spürbar. Das machte auch der ermutigende Applaus im Gotteshaus für das neue Team deutlich.

Pfarradministrator Stefan Selzer ging in seiner Predigt auf eine derzeitige von Depressionen und Murren geprägte Stimmung im Lande ein, was auch vor den Glaubensorganisationen nicht Halt mache.

Er rief die Gläubigen dazu auf, „das Murren abzulegen und die Gnade Gottes dafür anzunehmen.“ An mögliche Parallelen in der Geschichte hatte er eingangs erinnert, als er erwähnte, dass Seligenstädter Pfarrer bereits vor etwa 150 Jahren in Zellhausen durch Sendung die Zelebration von Gottesdiensten in Zellhausen, ermöglicht hätten. Und zwar noch vor Einführung eines eigenen Pfarreistatus´ dort. (Von Thilo Kuhn)

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