Noch ein Viertel weniger Delikte als im Vorjahr

Polizeistatistik für Mainhausen: In keiner Kommune des Kreises Offenbach ist die Kriminalitätsrate niedriger

Zwei Hände füllen ein Joint-Paper mit Marihuana.
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24 Rauschgiftdelikte führt die Polizeistatistik 2020 für Mainhausen auf. In fast allen Fällen waren die Nachforschungen der Polizei erfolgreich.

In keiner Kommune des Kreises Offenbach ist die Kriminalitätsrate niedriger. Mit einer Häufigkeitszahl HZ von 2 253 (registrierte Fälle, errechnet auf 100 000 Einwohner) hatte die kleinste der 13 Kommunen auch im Berichtsjahr 2020 die wenigsten Probleme mit Neppern, Schleppern und Bauernfängern.

Mainhausen – Exakt 211 Fälle erfasste die Polizei im Vorjahr, markante 22,5 Prozent weniger als noch 2019 (276 Fälle). Mit einer Aufklärungsquote von 59,7 Prozent liegt die Polizei in Mainhausen auf einer Linie mit Seligenstadt und Hainburg. Ebenso wie in den beiden Nachbarkommunen gab es auch in Mainhausen 2020 keine Straftaten gegen das Leben. Weitere Parallele: Ein Anstieg der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung – allerdings mit fünf auf acht Fälle auf niedrigem Niveau.

Um fast 30 Prozent zurückgegangen sind die sogenannten Rohheitsdelikte. Mit einer Aufklärungsquote von 89,3 Prozent leistet die Polizei auch hier gute Arbeit. Aktenkundig ist dabei nur ein Fall der Kategorie Raub/Räuberische Erpressung, der geklärt werden konnte. Verschont blieben indes Banken, Tankstellen und Geschäfte, auch Handtaschenraub gab es keinen einzigen.

Anders sieht es bei Körperverletzungen aus. Die 14 registrierten Fälle liegen jedoch unter dem 2019er Wert von 21, auch handelt es sich um 14 vorsätzliche, aber leichtere Übergriffe. Mit 93 Prozent ist die Aufklärung nahezu komplett.

Rückläufig ist auch die Entwicklung bei den leichteren Diebstählen: 22 Fälle, aber viel weniger als noch 2019 (37). Gut 36 Prozent beträgt die Aufklärungsquote. Das Deliktfeld ergänzen die Diebstähle unter erschwerten Umständen, die bei 29 lagen und ebenfalls erheblich zurückgegangen sind (51). Die häufigsten Fälle: Neun Diebstähle in/aus Wohnungen, nach zuvor 17 Fällen. Die Quote fällt auf: Lediglich ein Fall war zu klären. Auch bei Fahrrädern bestätigt sich der Trend: Rückgang von 20 auf nur sieben Fälle, die nicht gelöst werden konnten.

Vergleichsweise hohe Zahlen indes bei Vermögens- und Fälschungsdelikten: Von 37 Fällen konnten 28 oder über 75 Prozent gelöst werden. 2019 waren noch 49 Fälle registriert. An der Spitze: 24 Betrugsfälle, von denen 18 sich inzwischen erledigt haben.

Unter den sonstigen Verstößen subsumieren sich 44 Fälle (2019: 52), von denen knapp über 40 Prozent aufgeklärt wurden. An der Spitze Rauschgiftdelikte (24 Fälle; 96 Prozent Aufklärung) und Sachbeschädigung (22 Fälle; 14 Prozent). Erstaunlich hoch die 38 Fälle von Straßenkriminalität (2019: 48) mit einer Erfolgsquote von 13,2 Prozent. (Von Michael Hofmann)

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