Raser werden ausgebremst

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Drei Viertel der im Verlaufe von Tempomessungen registrierten Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Babenhausen fuhren, waren zu schnell unterwegs. Sobald es die Witterung zulässt, wird ein Blitzgerät im Bereich Babenhäuser Straße/Ring- und Forsthausstraße aufgestellt.

Mainhausen ‐ Bereits mit der Einrichtung der stationären Messanlage in Höhe der Käthe-Paulus-Schule an der Babenhäuser Straße war von Seiten der Bürgermeisterin Ruth Disser beabsichtigt, eine weitere in Höhe der Zellhausener Ortseinfahrt aus Richtung Babenhausen zu stellen, da auch dort regelmäßig die Höchstgeschwindigkeit überschritten wird. Von Oliver Signus

Dazu bedurfte es aber mehrfacher Abstimmungen mit Behörden“, sagt die Rathauschefin. Die letzte noch nötige Stellungnahme liege nun vor. Dabei werde zum Ausdruck gebracht, dass das vorrangige Ziel der Überwachung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit die Unfallverhütung sei. Daneben könne die Verkehrsüberwachung dem Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsbeeinträchtigungen, insbesondere durch Lärm oder Abgase dienen.

Desweiteren müsse bei der Einrichtung von stationären Messanlagen sorgfältig geprüft werden, ob diese Messstelle einer obergerichtlichen Überprüfung standhalten würde, zählt Disser die verschiedenen Aspekte auf. „Im Vorfeld gab es über mehrere Tage verdeckte Geschwindigkeitsmessungen“, verrät sie. Diese hätten ergeben, dass Verkehrsteilnehmer in beide Fahrtrichtungen das Tempolimit zum Teil erheblich überschritten.

Ortseinwärts fast 60 Prozent schneller als erlaubt

So fuhren im Zeitraum der Messungen in Richtung Babenhausen 35 Prozent der Fahrzeuge zwischen 50 und 60 km/h, 29 Prozent zwischen 60 und 70 km/h. Mehr als zehn Prozent überschritten die 70 km/h-Grenze. Ortseinwärts sind fast 60 Prozent schneller als 50 km/h, davon wiederum fuhren 15 Prozent mehr als 60 km/h und etwa fünf Prozent mehr als 70 km/h.

Aus diesem Grund und aus Gründen der Verkehrssicherheit, insbesondere für die querenden Fußgänger und Radfahrer, wird der Errichtung einer stationären Messanlage zugestimmt, obwohl die Örtlichkeit bisher nicht als Unfall- oder Gefahrenpunkt in Erscheinung getreten ist“, erläutert die Bürgermeisterin. Jedoch werde vorgeschlagen, weitere Geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen zu ergreifen. Beispielhaft sei dabei die Errichtung einer Verkehrsinsel kurz hinter der Ortstafel mit Fahrbahnverschwenkung genannt. Desweiteren könnte durch die Verwendung unterschiedlicher Teerdecken eine optische und akustische Bremse eingebaut werden.

Da zur Errichtung der Messanlage auch Bauarbeiten an der Straßenoberfläche erforderlich sind, werde die Installation erst mit Ende der kalten Jahreszeit erfolgen.

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