Sanierung mit Fördermitteln

Mehrheit für energetische Maßnahmen am Bürgerhaus Zellhausen

Mainhausen - Gegen die Stimmen der UWG hat die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung die Pläne für die Sanierung des Bürgerhauses Zellhausen verabschiedet.

Bereits im Dezember 2015 hatte die Gemeindevertretung den Gemeindevorstand damit beauftragt, die finanziellen Möglichkeiten einer Infrastrukturfinanzierung aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Hessen (KIPG) zu prüfen. Schwerpunkt sollte dabei die energetische Sanierung des Bürgerhauses sein. Dabei wurden dem Antrag von Bürgermeisterin Ruth Disser zufolge folgende Vereinbarungen getroffen: Eine Vereinbarung über einen Zuschuss von knapp 354.000 Euro aus Bundesmitteln sowie zwei Darlehensverträge über rund 235.000 (Landesdarlehen) und 40.000 Euro (Komplementärfinanzierung). In der Folge haben laut Drucksache zwei Fachbüros die Kosten für die Gewerke ermittelt. Wegen des Energieverlustes habe es sich als sinnvoll erwiesen, Sporthalle und Kindergarten mit einer gemeinsamen Heizung auszustatten. Das ehemalige Unico-Gebäude bekommt hingegen eine eigene Heizung. Auf dem Dach des Bürgerhauses soll eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Sämtliche Arbeiten (Dach, Fenster, Lüftungen, etc) werden auf etwas über 1,1 Millionen Euro beziffert.

Die Verwendung des Zuschusses und des Darlehens nach dem KIPG ist an Bedingungen gebunden. Das Geld kann unter anderem für energetische Sanierungen verwendet werden. Der betrag aus dem Landesdarlehen darf hingegen für „sonstige kommunale Infrastrukturmaßnahmen“ verwendet werden. Daher müssten die verschiedenen Baumaßnahmen in zwei Bereich aufgeteilt werden. Weitere Fördermöglichkeiten gibt es, sie sind laut Ruth Disser jedoch an bestimmte Richtwerte beim Energieverbrauch gebunden. Daher könne näheres erst während der Bauphase untersucht werden.

Die UWG-Fraktion kritisierte, dass das Ergebnis der im Dezember 2015 in Auftrag gegebenen Prüfung erst im vergangenen September im Ausschuss behandelt worden sei. Auf die Beantwortung damals gestellter Fragen haben die Fraktion mehr als zwei Monate warten müssen, monierte Fraktionsvorsitzender Gerald Wissler. Es gebe weitere Fragen, doch da Anträge für die Fördermittel schnell gestellt werden mussten, sehe sich die Fraktion unter Druck und stimmte daher gegen die Vorlage. (sig)

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare