Die Skater schauen in die Röhre

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Der Bau des Skaterparks ist im laufenden Jahr wenig wahrscheinlich

Mainhausen ‐ Zahlreiche Mainhausener Inliner warten seit Jahren auf ihren Skaterpark. Wahrscheinlich müssen sie sich weiter gedulden. Von Michael Hofmann

Zwar steht ein Antrag auf eine solche Anlage im Raum, doch ohne Standortermittlung gibt's keine Entlassung der vorgesehenen Fläche zwischen Sportplatz und Baumarkt aus dem Landschaftsschutz, sagt Bürgermeisterin Ruth Disser. Die freilich kostet vergleichsweise „läppische“ 2 750 Euro. Aber das scheint nicht das größte Problem. Die Diskussion um das richtige Gelände für einen Skaterpark beherrschte bereits die Wahlkampfzeit im vergangenen Jahr. Im November legte sich die Mehrheit im Gemeindeparlament dann fest und sah in der Fläche zwischen Sportplatz und Baumarkt den richtigen Standort.

Aufgrund dieser Entscheidung wurde der Antrag auf Entlassung einer Teilfläche von 1 500 Quadratmetern aus dem Landschaftsschutzgebiet gestellt. „Der Gemeindevorstand ist der Beschlusslage gefolgt, obwohl das Regierungspräsidium Darmstadt bereits eine Voranfrage negativ beschieden hatte“, so die Bürgermeisterin weiter. „Heute bekräftigt das zuständige Fachamt erneut die Ausführungen vom 17. März 2009 und fordert eine Standortüberprüfung, die die planungsrechtlichen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingung mit einbezieht.“

Für eine solche Standortüberprüfung ist ein Fachbüro einzuschalten, ein entsprechendes Angebot liegt der Gemeindeverwaltung vor. Die Kosten für die Standortermittlung beziehungsweise die Standortüberprüfung liegen bei 2 750 Euro.

Ermittlung eines „verträglicheren Standorts“

„Da wir noch keinen beschlossenen und genehmigten Haushaltsplan haben, prüft die Verwaltung zunächst, ob eine Beauftragung erfolgen darf“, sagt Disser und zeigt sich skeptisch. Gegebenenfalls müsse sich die Gemeindevertretung nochmals mit dem Thema auseinandersetzen. Bereits im März 2009 wies das Regierungspräsidium darauf hin, dass „die naturschutzfachlichen Belange am betreffenden Standort besonders hoch zu gewichten“ seien und empfahl im Zuge der Alternativdiskussion die Ermittlung eines „verträglicheren Standorts“.

Ruth Disser bedauert die Zeitverzögerung, „da wir sicher nicht mehr im laufenden Jahr mit dem Bau beginnen können“. Ihr bereits Anfang 2009 vorgelegtes Konzept zur Errichtung eines Skater-Parks sieht die Umsetzung dieses Projektes auf dem Gelände des ehemaligen Robinsonspielplatzes in direkter Nachbarschaft der „Hütte“ am Stockstädter Weg vor. „Dieses Gelände ist nach heutigem Stand im Flächennutzungsplan als Freizeitgelände vorgesehen.“

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