Beachparty am Mainflingener See für guten Zweck

„Skull Spider‘s“ feiern 40-jähriges Bestehen

Die Mitglieder der „Skull Spider"s“ feierten ihr 40-jähriges Bestehen mit einem großen Fest und bereiteten derzeit die 14. Auflage der Beach-Party am Mainflingener Badesee vor.
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Die Mitglieder der „Skull Spider"s“ feierten ihr 40-jähriges Bestehen mit einem großen Fest und bereiteten derzeit die 14. Auflage der Beach-Party am Mainflingener Badesee vor.

Mainhausen - Organisierte und Solo-Motorbiker aus ganz Hessen erwiesen dem Motorradclub „Skull Spider’s“ zu dessen 40. Geburtstag die Ehre. Von Thilo Kuhn

Es war schon „eine coole Party“, die da auf dem Clubgelände am Buchenlohweg im Zellhäuser Wald im friedlichen Miteinander abging. Knisterndes Lagerfeuer und fetzige Livemusik sorgten unter anderem für ein gelungenes Jubiläumsfest des Motorradclubs „Skull Spider’s“. Eine charakteristische Dekoration, Lichtershows und Tanzformationen auf der Bühne sowie eine Händlermeile bildeten den Rahmen für die „Skulls“-Atmosphäre. Organisatorisch und in Sachen Sicherheit sind die “Skulls“ längst Profis. Der Weg zur Party war beschildert, der Ordnungsdienst funktionierte reibungslos. Die Polizeistation Seligenstadt hatte keinerlei Einsätze zu verzeichnen.

Ein Blick in die Club-Geschichte: Im Jahre 1975 schlossen sich fünf Dutzend „Fünfzigerfahrer“ aus dem Raum Seligenstadt zum Motorradclub „Skull Spider’s“ zusammen. Ein Logo und eine Satzung waren bald entworfen und beschlossen. Die Piratenflagge mit der Totenkopfspinne ist noch heute das Identifikationssymbol des Clubs. Im Trend der Zeit waren Jeanskittel, und lange Locken auf einer Kreidler, Herkules oder Honda. Streifen wie „Easy Rider“ oder „Die wilden Engel“ waren Kult. Bei Partytreffen in Kneipen oder Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg waren zu dieser Zeit die einzigen Sorgen, das Geld für die nächste Tankfüllung und das nächste Bierfässchen für die Clique aufzutreiben. Ein wenig Protestbewegung zur Spießergesellschaft und großes Freiheitsstreben blieb immer Teil der Club-Philosophie. Bald nach den Gründerjahren wurden die ersten Rallyes veranstaltet. Kawasaki- und Honda-Maschinen hatten die „50er-Mopeds“ bald abgelöst. 1985 entstand ein eigenes Clubhausgelände mit Instandsetzungshalle für Fahrzeuge an einer ehemaligen Kiesgrube.

Die Präsidenten-Rallye wurde 1992 mit 5000-Mann-Zelt und über 7500 Bikern aus ganz Deutschland, veranstaltet mit einem weiteren Club, gefeiert. 2001 wurde das heutige Domizil neu bezogen, mit renoviertem Sitzungshaus und Nebengebäuden, die bis heute immer weiter entwickelt wurden. Verbindungen zu befreundeten Clubs wurden durch Besuche und Gegenbesuche immer aufrecht erhalten. Manches Gastgeschenk erfreute die Clubmitglieder auch bei der Geburtstagsparty. So manchen Rückschlag in der Clubgeschichte musste weggesteckt werden. Aber es ging immer irgendwie weiter. „Die Kameradschaft soll auch weiterhin über allem stehen“, spricht einer der „Skulls“ das aus, was viele denken. Die Frauen, Freundinnen und Familienmitglieder der männlichen Clubmitglieder sind und waren ihnen immer eine große Unterstützung und ein Rückhalt bei Partys und Veranstaltungen. Auch ihren bisher schon verstorbenen Kameraden gedenken die „Skulls“ bis heute intensiv auf ihre Weise.

Besucherrekord bei Beachparty am Badesee

Beachparty am Badesee Mainflingen
Beachparty am Badesee Mainflingen
Beachparty am Badesee Mainflingen
Beachparty am Badesee Mainflingen
Besucherrekord bei Beachparty am Badesee

13 Mal die „Mutter aller Beach-Party“: im Zwei-Jahres-Rhythmus steht am Mainflinger Badesee seit 1989 das Fest als Benefizveranstaltung auf dem Programm der „Skulls“. Die 14. Auflage findet am Samstag, 4. Juli, statt und wird derzeit vorbereitet. Auch damit erlangten die „Skull Spider’s“ bundesweit Aufmerksamkeit - als „harte Burschen mit Herz“. Unvergessen ist die erste Beachparty, als HR-Moderatoren-Legende Werner Reinke vor Tausenden von durchnässten Partygästen einen Satz prägte, der Kultstatus erlangt hat: „Ich fasse es nicht - Es gießt in Strömen, aber Mainflingen steht!“ Zahlreiche karitatve Einrichtungen haben die „Skulls“ seither unterstützt - so soll es auch dieses Mal werden.

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