Auf Entwicklung reagieren

SPD: Vom kostengünstigen Wohnprojekt profitieren alle Beteiligten

Mainhausen - Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Mainhausen bewertet die geplante Verlagerung des Projektes 6M (Schaffung von bezahlbarem Wohnraum) aus dem Mainflinger Gewerbegebiet in die verlängerte Bahnhofstraße positiv.

Wie berichtet, wurde diese Verlegung von einer Änderung des Baurechts begünstigt. Bei genauer Überprüfung des Sachverhaltes gehen mit der „Option Bahnhofstraße“ mehrere positive Begleiterscheinungen einher, die nach Abwägung für eine Verlagerung sprechen, so Fraktionsvorsitzender Kai Gerfelder. Neben der Schaffung von 24 bezahlbaren Mietwohnungen inklusive Stellplätzen, zu einem auf zehn Jahre festgeschriebenen Mietzins von 7,95 Euro pro Quadratmeter im Niedrigenergiestandard, entstünden auch für die Gemeinde „enorme finanzielle Vorteile“.

So stehe die ursprünglich für Gewerbeansiedlung vorgesehene Fläche am Friedhof in Mainflingen mit einem Gesamtwert von rund 350.000 Euro weiter für diesen Zweck bereit und könne im Falle entsprechender Nachfrage verkauft werden. Weiterhin werde das aufwendige Verfahren zur Änderung des dortigen Bebauungsplanes eingespart. Abzüglich aller Kosten für den Teilankauf von Flächen, deren Umlegung und Erschließung, erhalte die Gemeinde in der verlängerten Bahnhofstraße ein Grundstück mit einem Gesamtwert von weit mehr als 900.000 Euro, rechnet Gerfelder vor. Dauerhaft generiert die Gemeinde zudem jährliche Einnahmen in Höhe von etwa 38.000 Euro über den von 6M zu zahlenden Erbpachtzins. „Diese Summe entspricht in etwa dem jährlichen Aufwand für die Förderung der sport- und kulturtreibenden Vereine“, so der Fraktionschef weiter. Durch die Erbpachtregelung verbleibe das Grundstücke außerdem im Besitz der Gemeinde.

Zuzug: Diese Regionen werden bis 2030 boomen

Angesichts der Wohnraumverknappung sei es „eine der wichtigsten kommunalen sozialpolitischen Aufgaben“, langfristig bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. „Allein die mehr als gut gefüllte Warteliste in der Gemeindeverwaltung macht deutlich, wie hoch der Bedarf ist.“ Inzwischen hätten die Mieten im Neubaubereich zum Teil bereits die Neun-Euro-Marke überschritten. Da derzeit der Neubauanteil der Eigentumswohnungen den von Mietwohnungen weit übertreffe, könne die Gemeinde mit den vorgelegten Planungen nun auf diese Entwicklung reagieren.

Zudem ist das Projekt auch aus ökonomischer Sicht für die Gemeinde durchaus sinnvoll. Sie erfahre eine Steigerung der Vermögenswerte in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Den Argumenten könne und sollte sich niemand entziehen, der ökonomischen Sachverstand habe, soziale Verantwortung trage und die Interessen der Gemeinde im Blick habe, so die SPD abschließend. (sig)

Rubriklistenbild: © dpa

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