Nur ein Sitz fehlt zur Mehrheit / CDU ist Verlierer

SPD Mainhausen macht bei Briefwahl Stimmen gut

Die Sozialdemokraten Torsten Reuter, Kai Gerfelder, Frank Kollmus und Dieter Jahn (von links) gehören auch dem neuen Gemeindeparlament an.
+
Die Sozialdemokraten Torsten Reuter, Kai Gerfelder, Frank Kollmus und Dieter Jahn (von links) gehören auch dem neuen Gemeindeparlament an.

Die Alleinherrschaft der SPD ist in Mainhausen nach zwei Wahlperioden beendet. Was sich am Sonntagabend bereits andeutete, steht nach dem Vorliegen des vorläufigen Endergebnisses fest, auch wenn die Sozialdemokraten nach der Auszählung der Briefwahl um etwa fünf Prozent zulegten und die Mehrheit bei 48,6 Prozent knapp verpassten.

Mainhausen – Ohne Koalitionspartner wird es aber künftig nicht gehen, zur absoluten Mehrheit fehlte der SPD ein Sitz, sie kommt nun auf 13 der 27 Mandate. Der große Verlierer ist erneut die CDU. Die einstige Mehrheitsfraktion sackte auf 15,1 Prozent ab, verlor gegenüber dem Urnengang vor fünf Jahren 7,1 Prozent. Auch die UWG, die im Schlussspurt der abgelaufenen Sitzungsperiode dank der beiden „Überläufer“ von der CDU-Fraktion, Alexander Schloss und Anna Maria Stuckert, zweitstärkste Kraft im Parlament war, bildet das Schlusslicht mit drei Mandaten – gemeinsam mit der FDP. Schloss und Stuckert verpassten übrigens den Sprung in die Gemeindevertretung.

Am Sonntagabend war es wegen der nicht abgeschlossenen Auszählung noch ein wenig wacklig, inzwischen ist es Gewissheit: Die FDP kann künftig mit drei Abgeordneten die Ortspolitik mitgestalten. Allerdings erhielt der bisherige Fraktionsvorsitzende Paul Schröder nur die fünftmeisten Stimmen und ist nicht dabei. Ein Gewinner der Wahl sind die Grünen. Zwar konnte der Wiedereinsteiger ins Kommunalparlament die am Sonntag zwischenzeitlich erreichten 18,2 Prozent nicht halten, doch mit 16,5 Prozent bleibt die Umweltpartei im allgemein starken Trend und wird künftig mit vier Abgeordneten die Mainhäuser Geschicke mitgestalten.

Die Mainhäuser Grünen um ihre Spitzenkandidatin Gabriele Hug (Vierte von links) sind mit vier Sitzen in der Gemeindevertretung dabei.

Somit heißt es für die SPD einen Koalitionspartner zu finden. Spitzenkandidat Torsten Reuter hatte am Sonntag angekündigt, dass man mit Vertretern der anderen vier Parteien sprechen wollen. Geschwächelt haben die Wähler. Während in Seligenstadt und Hainburg mehr Menschen ihre Stimme abgaben als vor fünf Jahren, sank die Beteiligung in Mainhausen um 2,7 auf 51,9 Prozent. (Von Oliver Signus)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare