Kommunalwahl in Mainhausen

SPD: Wähler honorieren Arbeit

Mainhausen - Das Kumulieren und Panaschieren hat das Trendergebnis der Kommunalwahl vom Sonntag doch noch einigermaßen durcheinandergewirbelt. So festigte die SPD ihre absolute Mehrheit und steigerte sich von 50,2 (Trend) auf 53,8 Prozent.

Damit kommen die Sozialdemokraten auf 15 der 27 Sitze, einen weniger als bisher. Zweitstärkste Kraft ist die CDU. die die UWG auf Rang drei verdrängte. Während die Union sich gegenüber dem Trend um 1,4 auf 22,2 Prozent verbesserte, sackte die UWG von 21 auf 16,5 Prozent ab. Die Gruppierung hat künftig vier statt drei Sitze in der Gemeindevertretung. Die CDU-Fraktion hat sechs statt sieben Sitze. Die FDP büßte gegenüber dem Trend 0,5 Prozent ein, kommt auf 7,5 Prozent und hat nun zwei Sitze.

SPD-Fraktionschef Kai Gerfelder zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Die Wähler habe es honoriert, dass wir ehrlich geblieben sind und Kurs gehalten haben“, meinte er. Dabei habe die SPD auch unpopuläre Entscheidungen treffen müssen, wie die Schließung von zwei Spielplätzen. Dass die Sozialdemokraten auch mit jungen Kandidaten ins Rennen gegangen sind, habe ebenfalls zum Erfolg beigetragen. Gerfelder führte die 1994 geborene Johanna Vogel an, die von Listenplatz zehn auf drei hochgewählt wurde und Mitglied der Fraktion sein wird. Insgesamt, resümierte Gerfelder, wollen die Leute eine stabile Politik und eine Mehrheit für Bürgermeisterin Ruth Disser.

Liveticker zur Kommunalwahl in Hessen

Vor allem die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung macht Dieter Stegmann, stellvertretender CDU-Fraktionschef, verantwortlich für das eigene schlechte Abschneiden. Die parteiinternen Querelen hätten eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Man habe einen guten Wahlkampf geführt, und könne mit dem Ergebnis zufrieden sein, auch wenn die Stimmenverluste „ein Disaster sind“.

Paul Schröder, bisheriger „Einzelkämpfer“ der FDP, freut sich darüber, mit Felix Walter einen zweiten Mitstreiter zu haben. Zudem haben man nun Fraktionsstatus. Schröder bedauerte, dass die SPD die absolute Mehrheit verteidigt hat. Die UWG wolle sich erst nach einer Fraktionssitzung äußern, sagte Fraktionschef Wolfgang Fritsch. (sig)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare